02 April 2026, 14:30

Georgien lockert Schulpflicht-Alter für 2026/2027 – einmalige Ausnahme beschlossen

Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Die Sonderanmeldefrist für die Gesundheitsversorgung ist bis zum 15. August verlängert."

Georgien lockert Schulpflicht-Alter für 2026/2027 – einmalige Ausnahme beschlossen

Das georgische Parlament hat eine einmalige Ausnahme für die Schulanmeldung im akademischen Jahr 2026/2027 beschlossen. Die Änderung ermöglicht es Kindern, die zwischen dem 16. September und dem 31. Dezember 2026 geboren werden, die erste Klasse früher als üblich zu beginnen. Dies folgt auf monatelange Forderungen von Eltern nach mehr Flexibilität bei den Altersregelungen.

Der Streit begann im Februar, als eine Elterninitiative eine Petition an das Parlament richtete. Sie forderten eine Anpassung der strengen Altersgrenze, die bisher vorsah, dass Kinder bis zum 15. September des jeweiligen Jahres sechs Jahre alt sein mussten, um eingeschult zu werden.

Am 3. März kündigte Bildungsminister Givi Mikanadze eine vorübergehende Lösung an. Die Regierung schlug eine einmalige Ausnahme für das Schuljahr 2026/2027 vor. Demnach können Eltern freiwillig Kinder anmelden, die zwar erst nach dem Stichtag 15. September, aber noch vor dem 31. Dezember 2026 sechs Jahre alt werden.

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Die Novelle passierte in dritter Lesung mit 85 Stimmen und wurde damit offiziell Gesetz. Die Ausnahme gilt jedoch ausschließlich für dieses eine Schuljahr. Frühere Reformen hatten eine feste Altersgrenze festgelegt, doch diese Maßnahme schafft kurzfristig mehr Spielraum.

Schätzungen zufolge könnte die Regelung zwischen 10.000 und 15.000 Kinder betreffen. Die Zahlen basieren auf Geburtsdaten aus dem Jahr 2019 und regionalen Einschulungstrends, exakte Angaben liegen jedoch nicht vor.

Die neue Regelung eröffnet Eltern ein einjähriges Zeitfenster, um jüngere Kinder in die erste Klasse einzuschulen. Sie gilt nicht über das Schuljahr 2026/2027 hinaus. Die Entscheidung erfolgte auf direkte Initiative von Familien und wurde durch eine offizielle Parlamentsabstimmung bestätigt.

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