31 March 2026, 19:00

Gericht blockiert Einsicht in Stasi-Akten von Angela Merkel – und löst Debatte aus

Ein aufgeschlagenes Buch mit handgeschriebenem Text, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland, mit Wasserzeichen am unteren Rand.

Gericht weist Klage auf Freigabe der Stasi-Akten von Alt-Kanzlerin Angela Merkel ab - Gericht blockiert Einsicht in Stasi-Akten von Angela Merkel – und löst Debatte aus

Ein Berliner Gericht hat einen Antrag auf Einsicht in die Stasi-Akten von Angela Merkel abgelehnt. Der Kläger, Marcel Luthe, ein ehemaliger Politiker der FDP, hatte argumentiert, die Öffentlichkeit habe ein Recht auf Einsicht in die Unterlagen. Doch das Gericht entschied gegen eine Freigabe.

Luthe verließ die FDP 2020 und kandidierte später für die Freien Wähler bei der Berliner Wahl 2021. Ein Mandat errang er nicht, womit seine Zeit im Abgeordnetenhaus endete, dem er seit 2016 angehört hatte. Seither widmet er sich der juristischen Aktivismusarbeit – darunter auch diesem jüngsten Versuch, an Merkels Stasi-Akten zu gelangen.

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Die richterliche Begründung stützt sich auf das Stasi-Unterlagengesetz, das den Zugang zu den Akten stark einschränkt. Nur Personen, die zum Zeitpunkt der Erstellung der Dokumente öffentliche Figuren waren oder vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) begünstigt wurden, können diese einsehen. Merkel galt vor 1990 nicht als Person des öffentlichen Lebens, und es gibt keine Belege für eine Verbindung zur Stasi.

Luthe kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Er will alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um an die Akten zu kommen – obwohl das Gesetz kein generelles Recht auf solche Informationen vorsieht.

Die Ablehnung bestätigt die strengen Regelungen für den Zugang zu Stasi-Unterlagen. Luthe's Berufung wird zeigen, ob weitere juristische Schritte eine Offenlegung erzwingen können. Vorerst bleiben Merkels Akten der öffentlichen Prüfung entzogen.

AKTUALISIERUNG

Historical Precedent: Helmut Kohl's 2002 Case Mirrors Merkel's Legal Battle Over Stasi Files?

The court's decision aligns with a 2002 ruling that blocked access to former Chancellor Helmut Kohl's Stasi files. Kohl's lawsuit halted processing of historical figures' files under the same law. This precedent reinforces how the Stasi-Unterlagengesetz prioritises privacy over public access for non-public figures. The law's strict exemptions for Stasi employees or beneficiaries further limit access unless ties to the regime are proven.

Quelle