27 April 2026, 12:02

Gewerkschaft NGG warnt vor sozialer Spaltung durch Steuerungerechtigkeit in Deutschland

42 Millionäre gegen 100.000 Mitarbeiter: Gewerkschaft NGG kritisiert massive soziale Ungleichheit in Halle (Saale)

Gewerkschaft NGG warnt vor sozialer Spaltung durch Steuerungerechtigkeit in Deutschland

Gewerkschaft NGG Leipzig-Halle-Dessau warnt vor wachsender sozialer Spaltung in Deutschland

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Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in der Region Leipzig-Halle-Dessau hat schwere Vorwürfe gegen die zunehmende Vermögensungleichheit in Deutschland erhoben. Gewerkschaftsvertreter warnen, dass die aktuelle Politik die gesellschaftlichen Gräben vertiefe und sogar die Demokratie gefährde, indem sie rechtsextremen Gruppen Vorschub leiste.

Besonders eklatant ist die Schere in Halle (Saale): Hier stehen 42 Einkommensmillionäre rund 102.300 Beschäftigten in Handel, Industrie und Dienstleistungssektor gegenüber. Die NGG betont, dass Werktätige stark belastet werden – ein durchschnittliches Paar gebe etwa 43 Prozent seines Einkommens für Steuern und Sozialabgaben aus. Kapitalerträge hingegen würden oft nur mit einem pauschalen Satz von 25 Prozent besteuert.

Die Gewerkschaft fordert umfassende Reformen, um die Ungleichheit zu bekämpfen. Zu den zentralen Forderungen gehören die Abschaffung des Ehegattensplittings, um mehr Frauen in den Arbeitsmarkt zu integrieren und veraltete Rollenbilder aufubrechen. Zudem verlangt die NGG höhere Spitzensteuersätze und eine gerechtere Vermögensverteilung.

Christian Ullmann, Geschäftsführer der NGG Leipzig-Halle-Dessau, bezeichnet die aktuelle Situation als "nicht mehr tragbar". Ohne schnelles Handeln werde sich die Kluft zwischen Arbeitnehmern und Spitzenverdienern weiter vergrößern und die Gesellschaft destabilisieren, so Ullmann. Die Gewerkschaft pocht auf grundlegende Änderungen in der Steuer-, Renten- und Gesundheitspolitik sowie eine Reform der Erbschaftsteuer, die derzeit nur 1,1 Prozent des gesamten Steueraufkommens ausmacht.

Laut NGG verschärft die Untätigkeit der Regierung die gefährliche Spaltung der Gesellschaft. Ohne radikale Kurskorrekturen werde das soziale Ungleichgewicht weiter zunehmen, warnt die Gewerkschaft.

Die Forderungen der NGG fallen in eine Phase wachsenden Drucks auf die Politik, Steuer- und Sozialsysteme zu reformieren. Sollten keine Veränderungen folgen, drohten weiter soziale Verwerfungen und eine Verschärfung der wirtschaftlichen Ungleichheit, heißt es. Nun liege es an den Entscheidungsträgern, diesen tiefgreifenden Problemen entgegenzuwirken.

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