27 March 2026, 06:32

Ghanas Anwaltsausbildung wird revolutioniert: Monopol fällt 2026

Altes Buch mit schwarzem Hintergrund und Stempel, Text lautet "Das echte Rechtsurteil des Obersten Gerichtshofs von Portugal".

Ghanas Anwaltsausbildung wird revolutioniert: Monopol fällt 2026

Ghanas juristische Ausbildung steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Am 26. März 2026 verabschiedete das Parlament ein neues Gesetz, das das jahrzehntelange Monopol in der Anwaltsausbildung aufbricht und angehenden Juristen einen neuen Weg in den Beruf ebnet.

Das Gesetz zur juristischen Ausbildung, das nun noch der Unterschrift des Präsidenten harrt, wird das bisherige System der Ghana School of Law ersetzen. Künftig müssen Studierende zunächst einen dreijährigen Bachelor of Laws (LL.B.) absolvieren. Im Anschluss folgt ein einjähriges praktisches Jurastudium, auch als Bar Practice Course bekannt.

Erst nach dieser Ausbildung müssen alle LL.B.-Absolventen die nationale Anwaltsprüfung bestehen, um als Juristen tätig werden zu dürfen. Die Reform bedeutet, dass künftige Anwälte nicht mehr zwingend die Ghana School of Law im Stadtteil Makola besuchen müssen. Bisher bietet zumindest die Juristische Fakultät der Universität Ghana ein LL.B.-Programm an – welche weiteren Hochschulen sich auf die neue praktische Ausbildung vorbereiten, ist jedoch noch unklar.

Das Gesetz erfüllt ein Wahlkampfversprechen von Präsident John Dramani Mahama, der die Modernisierung der juristischen Ausbildung im Land vorantreiben wollte. Sobald das Gesetz in Kraft tritt, wird die Anwaltsausbildung nicht mehr auf eine einzige Institution beschränkt sein. Das neue System sieht insgesamt vier Studienjahre vor: drei für den LL.B. und eines für den Bar Practice Course. Alle Absolventen müssen anschließend die nationale Anwaltsprüfung bestehen, um in den Beruf einsteigen zu können.

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