30 April 2026, 12:44

Google-Fehler verknüpft Firma fälschlich mit US-Wahlkampfwerbung

Schwarz-weiß-Illustration einer alten städtischen Unternehmenswerbung in New Orleans, die ein Gebäude mit Werbetext zeigt.

Google-Fehler verknüpft Firma fälschlich mit US-Wahlkampfwerbung

Ein technischer Fehler bei Google hat für Verwirrung in einem Wahlkampf um einen Sitz im US-Kongress gesorgt. Das Unternehmen Sticker Mule, dessen Geschäftsführer Anthony Constantino ist, sah sich plötzlich mit falsch gekennzeichneten Werbeanzeigen konfrontiert – diese wurden irrtümlich als Wahlkampf-finanziert ausgewiesen. Der Fehler verbindet das Unternehmen mit Constantinos Kandidatur für den Kongress im 21. Wahlbezirk von New York.

Constantino, der selbst für das Amt kandidiert, weist jede Schuld von sich. Anfang dieses Jahres hatte er eine Unterstützung vom früheren Präsidenten Donald Trump erhalten, was die öffentliche Aufmerksamkeit auf seinen Wahlkampf noch verstärkte.

Der Vorfall begann, als kommerzielle Anzeigen von Sticker Mule im Google Ads Transparency Center mit einer irreführenden Kennzeichnung auftauchten. Statt das Unternehmen als Finanzier auszuweisen, markierte die Plattform die Anzeigen fälschlicherweise als "Constantino for Congress" – also als vom Wahlkampfteam bezahlt. Sticker Mule betont, dass es keinerlei finanzielle Verbindungen zur Kampagne gebe und niemals Wahlkampfgelder für seine Werbung verwendet habe.

Google hatte ein ähnliches Problem bereits einmal behoben, nachdem es gemeldet worden war. Doch die falsche Kennzeichnung erschien erneut, woraufhin Sticker Mule aktiv wurde. Das Unternehmen fordert Google nun auf, das irreführende Label zu entfernen, den Vorfall aufzuklären und sicherzustellen, dass sich der Fehler nicht wiederholt.

Falls das Problem nicht gelöst wird, droht Sticker Mule, die Angelegenheit an Bundesbehörden zu eskalieren. Als mögliche Regulierungsinstanzen kommen die Federal Trade Commission (FTC) und die Bundeswahlkommission (FEC) infrage. Das Unternehmen vermutet, dass der Fehler auf eine Schwachstelle in Googles Überprüfungsprozess für Wahlwerbung zurückzuführen ist.

Die Situation kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da Constantino bereits mit einer separaten Beschwerde bei der FEC konfrontiert ist. Kritiker werfen ihm vor, Wahlkampfgelder unrechtmäßig für die Bewerbung seines eigenen Unternehmens genutzt zu haben. Er weist diese Vorwürfe zurück und macht stattdessen Googles Kennzeichnungsfehler für die entstandene Verwirrung verantwortlich.

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Sticker Mule setzt Google weiterhin unter Druck, eine dauerhafte Lösung zu finden. Das Unternehmen verlangt die Entfernung des falschen Labels sowie die Zusage, dass sich der Fehler nicht wiederholen wird. Sollte es keine Einigung geben, könnte der Streit in den kommenden Wochen Bundesbehörden einbeziehen.

Unterdessen bleibt Constantinos Wahlkampf unter genauer Beobachtung. Die FEC-Beschwerde und der Kennzeichnungsfehler bei Google halten die Aufmerksamkeit auf das Rennen um den Kongresssitz – kurz vor der anstehenden Wahl.

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