Goslar testet Tempo-30-Zone ab April für mehr Sicherheit im Stadtteil Ohlhof
Mila VoigtGoslar testet Tempo-30-Zone ab April für mehr Sicherheit im Stadtteil Ohlhof
Goslar führt ab April Testphase für Tempo-30-Zone ein
Ab dem 9. April startet in Goslar ein sechsmonatiger Probebetrieb für eine Tempo-30-Zone in der Ohlhofbreite und der Kurt-Schumacher-Allee. Das Pilotprojekt soll die Verkehrssicherheit erhöhen und die Lebensqualität im Stadtteil Ohlhof verbessern. Sowohl Anwohner als auch der Stadtrat unterstützen die Initiative, nachdem eine Petition mit 238 Unterschriften für verkehrsberuhigende Maßnahmen eingereicht worden war.
In der Testzone gilt die Regelung "rechts vor links", sodass Autofahrer an Kreuzungen Fahrzeugen von rechts Vorfahrt gewähren müssen. Während der Erprobungsphase werden weder Blitzer noch andere Kontrollmaßnahmen eingesetzt. Stattdessen wird die Stadt regelmäßig Verkehrserhebungen durchführen, um die Geschwindigkeiten zu überwachen und die Wirksamkeit der Zone zu bewerten.
Ziel ist es, die durchschnittliche Verkehrsgeschwindigkeit auf ein V85-Niveau von 36 km/h zu senken. Sollte dieses Ziel erreicht werden, könnte die Tempo-30-Beschränkung dauerhaft eingeführt werden. Zwar liegen keine öffentlich zugänglichen Unfallstatistiken für die letzten drei Jahre vor, detaillierte Daten können jedoch bei der Polizei Goslar oder der Landespolizei Niedersachsen angefordert werden.
Das Projekt wird sowohl vom Quartiersverein Ohlhof als auch vom Goslarer Stadtrat unterstützt. Die Behörden rufen alle Verkehrsteilnehmer – Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger – dazu auf, mitzuwirken, um die Straßen für alle sicherer und lebenswerter zu gestalten.
Die Testphase beginnt am 9. April und läuft sechs Monate. Bei Erfolg könnte die reduzierte Geschwindigkeitsbegrenzung dauerhaft beibehalten werden. Die endgültige Entscheidung der Stadt hängt davon ab, ob die Zone ihre Sicherheits- und Lebensqualitätsziele erreicht.






