21 March 2026, 18:36

Grevenbroich setzt auf klimaneutrale Wärme mit neuem Stadtwerk-Unternehmen

Eine Liniendiagramm, das die U.S.-Energieverbrauchstrends für Erdgas, Kohle, Kernenergie und Biomasse zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Grevenbroich setzt auf klimaneutrale Wärme mit neuem Stadtwerk-Unternehmen

Neues Unternehmen soll Grevenbroich mit klimafreundlicher Wärme versorgen

In Grevenbroich wurde ein neues Unternehmen gegründet, das langfristig eine klimaneutrale Wärmeversorgung sichern soll. Die NEW Smart Grevenbroich GmbH will private Haushalte, Gewerbebetriebe und die Industrie mit zuverlässiger Fernwärme beliefern. Unterdessen trafen sich lokale Verantwortliche auf einer Regionalkonferenz, um konkrete Schritte für die Wärmewende in Städten und Gemeinden zu diskutieren.

Auf der Regionalen Wärmekonferenz berieten Politiker und Fachleute über kostengünstige Wege, die Wärmeversorgung nachhaltig umzugestalten. Bürgermeister Klaus Krützen betonte die Notwendigkeit lokaler Initiativen und verwies auf die wirtschaftlichen Chancen, die mit dem Umbau einhergehen. Themen waren unter anderem die Nutzung von Industrieabwärme sowie die Ansiedlung energieintensiver Betriebe – etwa von Rechenzentren – am Standort des Kraftwerks Frimmersdorf.

In Berlin laufen unterdessen die Vorbereitungen für eine stadtweite Wärmestrategie, die bis Juni 2026 fertiggestellt werden soll. Im Mittelpunkt steht der Ausbau von Wärmenetzen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden – etwa durch Tiefengeothermie, Abwärmenutzung aus Abwasser oder industrielle Restwärme. Vorbild ist das systematische dänische Modell der Fernwärmeversorgung.

An anderen Orten sind die Planungen bereits in die Tat umgesetzt worden. In Kirchheim unter Teck und Dettingen wurden 2024 kommunale Wärmepläne beschlossen. Machbarkeitsstudien, Standortvorbereitungen und Informationskampagnen für die Bevölkerung laufen bereits, und ab 2026 soll ein großes Wärmepumpen-Projekt starten. Dettingen arbeitet zudem an der Verlängerung eines wichtigen Wärmenetz-Vertrags.

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Noch weiter fortgeschritten ist die ländliche Gemeinde Bassum, die bereits aktiv Fernwärme-Lösungen ausbaut. Dazu gehören die Gewinnung von Kunden, die Sicherung von Finanzierungen sowie der Betrieb von Anlagen, die mit Biogas-Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) arbeiten. Zudem werden Finanzierungsmodelle auf Basis von Biomethan entwickelt, um die Wärmewende voranzutreiben.

Das neue Unternehmen in Grevenbroich wird sich darauf konzentrieren, Haushalte und Industrie mit nachhaltiger Wärme zu versorgen. In ganz Deutschland gehen Städte und Gemeinden nun von der Planung zur Umsetzung über: Machbarkeitsstudien werden durchgeführt, Infrastrukturen modernisiert und Projekte für erneuerbare Energien vorangetrieben. Ziel ist es, die Emissionen zu senken und gleichzeitig eine stabile, langfristige Wärmeversorgung zu gewährleisten.

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