Große Wettanbieter verbieten Kreditkartenzahlungen – was bedeutet das für Spieler?
Lina SeidelGroße Wettanbieter verbieten Kreditkartenzahlungen – was bedeutet das für Spieler?
Große Online-Wettanbieter stellen die Annahme von Kreditkartenzahlungen ein. DraftKings, BetMGM und FanDuel haben angekündigt, diese in den kommenden Monaten schrittweise abzuschaffen. Die Kehrtwende erfolgt nach regulatorischem Druck und Strafen in mehreren Bundesstaaten, in denen solche Transaktionen bereits verboten sind.
Den Anfang machte DraftKings, das Kreditkarten als Einzahlungsoption bereits im August 2025 strich. Die Maßnahme betraf sowohl Sportwetten als auch Online-Casino-Angebote. Dennoch musste das Unternehmen in Massachusetts eine Strafe von 450.000 Dollar zahlen, weil es trotz landesweitem Verbot weiterhin Kreditkarteneinzahlungen ermöglichte.
FanDuel ging noch einen Schritt weiter und verbot ab dem 2. März 2026 bundesweit alle Kreditkarteneinzahlungen. Die Beschränkung gilt für seine Sportwetten-, Casino- und Rennplattformen.
BetMGM wählte einen stufenweisen Ansatz: Ab dem 31. März 2026 werden neue Kreditkarteneinzahlungen auf seinen US-Plattformen blockiert. Bereits hinterlegte Karten in Spielerkonten werden nach diesem Datum schrittweise entfernt. Zudem einigte sich das Unternehmen auf eine Strafe von 100.000 Dollar in Pennsylvania, nachdem Betrugsringe über seine Plattformen mit gestohlenen Zahlungsdaten Wetten in Höhe von 895.092 Dollar platziert hatten.
Die Änderungen spiegeln einen branchenweiten Wandel wider. Mehrere Bundesstaaten, darunter Massachusetts, Iowa und Illinois, verbieten bereits die Finanzierung von Online-Wetten per Kreditkarte. Nun drängen Gesetzgeber in New York, New Jersey und Maryland auf ähnliche Verbote.
Die Einschränkungen bei Kreditkarteneinzahlungen markieren einen Wendepunkt für Zahlungsmethoden im Online-Glücksspiel. Die Anbieter passen ihre Richtlinien an, um sich an Landesgesetze zu halten und Strafen zu vermeiden. Bis Mitte 2026 werden die meisten großen Plattformen in den USA diese Zahlungsart nicht mehr unterstützen.






