09 June 2026, 16:00

Grüner Wasserstoff revolutioniert Stahlproduktion in Deutschland bis 2030

Grüner Wasserstoff: Salzgitter AG unterzeichnet Vertrag mit EWE

Grüner Wasserstoff revolutioniert Stahlproduktion in Deutschland bis 2030

Historischer Deal: Grüner Wasserstoff für klimaneutrale Stahlproduktion in Deutschland

Ein bedeutender Vertrag zur Lieferung von grünem Wasserstoff für die CO₂-arme Stahlherstellung in Deutschland ist unterzeichnet worden. Der Energieversorger EWE und die Salzgitter Flachstahl GmbH vereinbarten am Dienstag in Berlin eine langfristige Partnerschaft. Die Kooperation markiert einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einer funktionierenden Wasserstoffwirtschaft im Land.

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Der auf sieben Jahre angelegte Vertrag sieht vor, dass EWE ab 2030 jährlich rund 10.000 Tonnen grünen Wasserstoff an Salzgitter liefert. Die Lieferungen erfolgen über das geplante Wasserstoff-Kernnetz und decken etwa 6,5 Prozent des Bedarfs für Salzgitters SALCOS-Programm ab. Mit dieser Initiative sollen die CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Hochöfen um 60 Prozent gesenkt werden.

Der Wasserstoff stammt aus EWEs 320-Megawatt-Anlage in Emden – dies ist der erste großangelegte Abnahmevertrag für das Werk. Salzgitter plant zudem, vor Ort rund 9.000 Tonnen Wasserstoff mit einem eigenen 100-Megawatt-Elektrolyseur zu produzieren.

An der Vertragsunterzeichnung nahmen prominente Gäste teil, darunter Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, sowie Olaf Lies, Ministerpräsident von Niedersachsen.

Trotz des Fortschritts sind weitere Maßnahmen nötig, um die globale Wettbewerbsfähigkeit von erneuerbarem Wasserstoff zu stärken. Dazu zählen eine schnellere Einführung von Strompreisausgleichsregelungen für Elektrolyseure sowie die Beschleunigung von Anpassungen bei den Vorschriften für Ökostrom in der Wasserstoffproduktion.

Die Vereinbarung sichert einen erheblichen Teil der ersten Wasserstoffproduktion aus Emden. Sie unterstützt Salzgitters Umstieg auf eine saubere Stahlherstellung und unterstreicht Deutschlands Bestrebungen, eine wasserstoffbasierte Industriezukunft aufzubauen. Die ersten Lieferungen sind für 2030 vorgesehen.

Quelle