Halifax debattiert strengere Regeln nach tödlichem Hundebiss im Januar
Hannah RichterHalifax debattiert strengere Regeln nach tödlichem Hundebiss im Januar
Der Stadtrat von Halifax wird am Dienstag über einen Antrag debattieren, der strengere Vorschriften für gefährliche Hunde in ganz Nova Scotia fordert. Der Vorstoß folgt einem tödlichen Angriff im Januar, bei dem ein 13-jähriger Junge von drei Hunden getötet wurde. Die Gemeinderäte wollen nun, dass die Provinz ein zentrales Register einrichtet und härtere Strafen für Halter durchsetzt.
Der von Gemeinderätin Trish Purdy eingebrachte und von Cathy Deagle Gammon unterstützte Antrag sieht vor, einen Brief an die Provinzregierung zu richten. Darin wird ein landesweites System zur Erfassung gefährlicher Hunde gefordert, das auch Fotos und Informationen über frühere Vorfälle umfasst. Derzeit bearbeitet jede Kommune ihre Fälle eigenständig, ohne dass Daten zwischen den Regionen ausgetauscht werden.
Gemeinderätin Deagle Gammon betonte die Notwendigkeit einer besseren öffentlichen Sicherheit und forderte, dass Hunde stets unter der Kontrolle ihrer Besitzer bleiben müssen. Ein interner Bericht der Verwaltung unterstützt den Vorschlag und schlägt vor, die Bußgelder für Angriffe von 5.000 auf 10.000 kanadische Dollar zu verdoppeln. Zudem wird empfohlen, Behörden zu erlauben, Hunde ohne richterlichen Beschluss zu beschlagnahmen, wenn sie eine ernste Gefahr darstellen.
Der Druck auf Reformen wuchs nach einem tragischen Vorfall im Januar, als ein Junge nach einem Angriff durch einen Rottweiler und zwei Cane Corsos starb. Hundetrainer Bob Ottenbrite befürwortet ein provinzweites Register, da es seiner Meinung nach ungerechtfertigte Rasselisten verhindern und gleichzeitig die Gemeinschaft schützen würde. Das Ministerium für Kommunalangelegenheiten von Nova Scotia erklärte jedoch, dass derzeit keine Pläne für ein solches System bestünden.
Falls der Antrag angenommen wird, würde der Brief die Provinz auffordern, das Register und die höheren Strafen umzusetzen. Die Debatte spiegelt wachsende Bedenken hinsichtlich von Hundebissen und der mangelnden Koordination zwischen den Kommunen wider. Eventuelle Änderungen würden zunächst eine gesetzliche Regelung auf Provinzebene erfordern, bevor sie in Kraft treten können.






