04 May 2026, 10:01

Halle baut Deutschlands erste Großwärmepumpe mit natürlichem Kältemittel Isobutan

Ein detailliertes technisches Zeichnung einer wärme regulierenden Vorrichtung aus dem Jahr 1885, mit zahlreichen Rohren und Ventilen, begleitet von erklärendem Text.

Halle baut Deutschlands erste Großwärmepumpe mit natürlichem Kältemittel Isobutan

Deutschlands erste großtechnische Abwasser-Wärmepumpe entsteht in Halle

In Halle soll die erste großflächige Wärmepumpe Deutschlands gebaut werden, die das natürliche Kältemittel Isobutan nutzt – ein Novum für das Land. Das Projekt soll den CO₂-Ausstoß um bis zu 16.000 Tonnen pro Jahr senken und gleichzeitig die Stadt mit klimafreundlicher Wärme versorgen.

Die Anlage wird jährlich thermische Energie aus rund 18 Millionen Kubikmetern gereinigtem Abwasser gewinnen. Mit einer Heizleistung von 18,5 Megawatt arbeitet sie im Verbund mit dem bestehenden Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK-)Kraftwerk am Standort Dieselstraße. Diese Verknüpfung ermöglicht einen reibungslosen Anschluss an das bestehende Fernwärmenetz der Stadt.

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Zusätzlich wird die Temperatur des in die Saale eingeleiteten Wassers gesenkt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen verzichtet die Anlage auf synthetische Kältemittel und setzt stattdessen auf das umweltfreundlichere Isobutan. Das Vorhaben wird mit 50 Millionen Euro aus Bundesmitteln gefördert; sämtliche Hauptkomponenten stammen von deutschen Herstellern.

Die Bauarbeiten sollen etwa zweieinhalb Jahre dauern. Die speziellen Bauteile werden voraussichtlich innerhalb von 24 Monaten geliefert, sodass die Anlage kurz darauf den regulären Betrieb aufnehmen kann. Nach der Fertigstellung wird sie bis zu 20 Prozent zur Dekarbonisierung der Halleschen Fernwärme beitragen.

Die Wärmepumpe spielt eine zentrale Rolle bei der Umstellung der Stadt auf klimaneutrale Wärmeversorgung. Durch die Reduzierung von Emissionen und die Stärkung der regionalen Wirtschaft unterstützt das Projekt übergeordnete Nachhaltigkeitsziele. Die vollständige Inbetriebnahme ist in zweieinhalb Jahren geplant.

Quelle