05 April 2026, 08:02

Halles Club Tante Manfred trotzt Drohungen und hält an Rammstein-Coverband fest

Konzertplakat in Paris, Frankreich, mit einem Bild einer Gruppe von Menschen und Veranstaltungstext.

Halles Club Tante Manfred trotzt Drohungen und hält an Rammstein-Coverband fest

In der Halleschen Clubszenen ist ein heftiger Streit entbrannt, nachdem eine lokale Spielstätte eine drohende E-Mail erhalten hat. Die Nachricht, versendet von der Antifaschistischen und Feministischen Aktionsallianz Halle/Saale, fordert die Absage eines anstehenden Konzerts einer Rammstein-Coverband. Der betroffene Club Tante Manfred wurde daraufhin aus einer lokalen Telegram-Gruppe ausgeschlossen, in der er bisher seine Veranstaltungen beworben hatte.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht ein geplanter Auftritt der Rammstein-Tribute-Band Zeitlos am 2. Mai 2026. Der aggressive Ton und die radikale Sprache der E-Mail haben bei Clubbetreibern und lokalen Musikfans Empörung ausgelöst.

Die am Freitag eingegangene Nachricht wirft Rammstein "sexualisierte Machtinszenierungen" und "kalkulierten Tabubruch" vor. Sie enthält provokante Parolen wie "KILL TILL!" und kündigt unbestimmte Konsequenzen an, sollte das Konzert stattfinden. Die hinter der Mail stehende Gruppe, die Antifaschistische und Feministische Aktionsallianz Halle/Saale, hat bisher keine dokumentierten Proteste gegen ähnliche kulturelle Veranstaltungen in der Region vorzuweisen.

Die Leitung von Tante Manfred zeigt sich jedoch unbeeindruckt. Clubbetreiber Matthias Golinski betonte die Verpflichtung des Hauses zur künstlerischen Freiheit und kündigte an, das Konzert wie geplant durchzuführen. Der Club verfolge seit Langem das Prinzip, Bands Auftritte zu ermöglichen, solange sie sich im rechtlichen Rahmen bewegten.

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Als Reaktion auf die Kontroverse wurde Tante Manfred aus einer lokalen Telegram-Gruppe entfernt, in der der Club bisher seine Events bewarb. Trotz des Drucks bleibt die Spielstätte bei ihrer Haltung und besteht darauf, dass legale und kreative Ausdrucksformen gewahrt werden müssen.

Der Konflikt verdeutlicht die Spannungen zwischen künstlerischer Freiheit und aktivistischen Forderungen in der Halleschen Kulturszene. Tante Manfred hält an der Durchführung des Konzerts fest – trotz Drohungen und dem Ausschluss von Werbeplattformen. Die Situation wirft die Frage auf, wie lokale Veranstaltungsorte künftig mit ähnlichen Konflikten umgehen werden.

Quelle