Halter sammelt 220 Millionen Dollar ein – und setzt auf smarte Viehzucht mit Solar-Halsbändern
Mila VoigtHalter sammelt 220 Millionen Dollar ein – und setzt auf smarte Viehzucht mit Solar-Halsbändern
Halter, ein Agrartech-Unternehmen mit Schwerpunkt auf intelligente Landwirtschaftslösungen, hat in seiner jüngsten Finanzierungsrunde 220 Millionen US-Dollar eingesammelt. Die Investition verdoppelt die Bewertung des Unternehmens auf 2 Milliarden Dollar und erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die globalen Investitionen in Agrar- und Foodtech deutlich von ihrem Höchststand im Jahr 2021 eingebrochen sind.
Die Series-E-Runde wurde vom Founders Fund von Peter Thiel angeführt. Halter plant, die Mittel zu nutzen, um nach Europa und Südamerika zu expandieren und gleichzeitig 200 neue Mitarbeiter einzustellen. Die neuen Stellen sollen sich vor allem auf Produktentwicklung, Technik und Kundenservice konzentrieren.
Das Kernprodukt des Unternehmens ist ein solarbetriebenes Halsband, das mithilfe virtueller Zäune die Weidehaltung von Rindern steuert. Diese Technologie ermöglicht Landwirten, auf derselben Fläche doppelt so viele Tiere zu halten, indem die Weidepräzision verbessert wird. Bisher wurden über eine Million dieser Halsbänder verkauft, die mehr als 2.000 Viehzüchter in Neuseeland, Australien und den USA nutzen.
Halter setzt auf ein Abonnement-Modell und berechnet Landwirten monatlich zwischen 6 und 10 Dollar pro Kuh. Bei einer Million aktiver Halsbänder beläuft sich der wiederkehrende Jahresumsatz des Unternehmens auf schätzungsweise 70 bis 100 Millionen Dollar.
Die neue Finanzierungsspritze kommt zu einer Zeit, in der die globalen Investitionen in Agrar- und Foodtech seit 2021 um über 70 Prozent eingebrochen sind. Halters Expansions- und Einstellungspläne signalisieren jedoch Vertrauen in das eigene Wachstum – trotz des allgemeinen Rückgangs in der Branche. Die Technologie des Unternehmens zieht weiterhin Landwirte an, die nach effizienteren Lösungen für die Bewirtschaftung ihrer Flächen suchen.






