15 April 2026, 16:02

Handwerk im Kreis Steinfurt kämpft mit Energiekosten und neuen Vergaberegeln ab 2026

Offenes Buch mit dem Titel "Mechanic Institution, for the Advantage of Masters, Journeymen, and Apprenticeships", wahrscheinlich ein Vorschlag zur Gründung einer mechanischen Institution.

Handwerk im Kreis Steinfurt kämpft mit Energiekosten und neuen Vergaberegeln ab 2026

Vertreter der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf trafen sich mit Landrat Dr. Martin Sommer im Kreishaus zum jährlichen Austausch. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen des lokalen Handwerks, darunter steigende Kosten und neue Vergaberegeln, die ab 2026 gelten sollen.

Besonders belastend wirken sich die stark gestiegenen Energiepreise aus, die in Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt stehen. Lieferkettenstörungen und zögerliche Investitionen verschärfen zusätzlich den Druck auf die Betriebe im Kreis Steinfurt.

Die Teilnehmer wiesen zudem auf die Notwendigkeit hin, die Schattenwirtschaft entschlossener zu bekämpfen. Diese untergrabe faire Arbeitsbedingungen, belaste Steuerzahler und ehrliche Unternehmen zusätzlich. Die Bekämpfung illegaler Beschäftigung entwickelte sich zu einem zentralen Diskussionspunkt.

Ab dem 1. Januar 2026 treten in Nordrhein-Westfalen neue Vergaberegeln für öffentliche Aufträge in Kraft. Die überarbeiteten Vorschriften zielen darauf ab, Prozesse durch weniger Bürokratie und mehr Flexibilität zu vereinfachen. Die Anwesenden erörterten, welche Auswirkungen diese Änderungen auf das lokale Handwerk haben könnten.

Die Runde betonte außerdem die Bedeutung der dualen Berufsausbildung, um Nachwuchskräfte zu gewinnen und die Betriebsnachfolge zu sichern. Der Kreis Steinfurt unterstützt über die Kreishandwerkerschaft und die WESt (Wirtschafts- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt) mit Beratungsangeboten bei Betriebsübergaben und -übernahmen.

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Das Treffen unterstrich die fortschreitende Zusammenarbeit zwischen Handwerkerschaft und Kreisverwaltung. Angesichts steigender Energiekosten und bevorstehender Regularien bleibt das lokale Handwerk auf Unterstützungsleistungen und politische Anpassungen angewiesen. Die Bekämpfung der Schattenwirtschaft und die Förderung der Berufsausbildung bleiben dabei zentrale Prioritäten.

Quelle