Harmloser Schulstreich in Minsk endet mit geplatzer Milz und Not-OP
Schulstreich in Minsk eskaliert zu brutaler Attacke – Teenager schwer verletzt
Ein vermeintlich harmloser Scherz an einer Schule in Minsk endete in einer blutigen Gewalttat, bei der ein Jugendlicher schwere Verletzungen erlitt. Der Vorfall begann, als ein Schüler einem Mitschüler den Stuhl wegzog und dieser fast stürzte. Doch daraus entwickelte sich eine Reihe von Angriffen, die schließlich mit einer Notoperation für das Opfer endeten.
Der Zwischenfall ereignete sich während des Unterrichts, als eine Lehrkraft kurz den Raum verließ. Der 16-jährige Angeklagte, der bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten war, zog dem Opfer den Stuhl unter dem Gesäß weg. Das Opfer reagierte zunächst nicht, doch derselbe Mitschüler stieß es später zu Boden.
Daraufhin wehrte sich das Opfer, schubste und trat seinen Angreifer. Der Täter konterte mit einem massiven Schlag, der die Milz des Opfers zum Platzen brachte. Der schwerverletzte Jugendliche wurde notoperiert, wobei Ärzte das Organ entfernen mussten.
Vor Gericht gestand der Täter die Tat vollumfänglich. Das Gericht verurteilte ihn zu eineinhalb Jahren Hausarrest sowie zu zwingenden gemeinnützigen Arbeiten. Die Familie des Opfers erhielt später eine Entschädigung von 6.000 Rubel für den immateriellen Schaden.
Die belarussischen Behörden veröffentlichen keine detaillierten Statistiken zu Gewaltvorfällen an Schulen der letzten fünf Jahre. Offizielle Berichte konzentrieren sich eher auf politische Repression als auf Vorfälle im Bildungsbereich. Allerdings kündigte das Bildungsministerium 2026 an, im September desselben Jahres ein neues Anti-Mobbing-Programm zu starten, das schnellere Reaktionen auf bekannte Fälle verspricht.
Der Fall zeigt die dramatischen Folgen ungelöster Konflikte in Schulen. Während der Täter nun mit Freiheitsbeschränkungen und Zwangsarbeit leben muss, kämpft das Opfer mit lebensverändernden Verletzungen. Die Regierungsmaßnahmen gegen Mobbing bleiben indes auf Prävention für die Zukunft ausgerichtet – statt auf die Aufarbeitung vergangener Vorfälle.






