Hibernian unterliegt im Derby nach doppelter Roter Karte und 70 Minuten in Unterzahl
Mila VoigtHibernian unterliegt im Derby nach doppelter Roter Karte und 70 Minuten in Unterzahl
Hibernian erleidet schwere Niederlage im Edinburgh-Derby nach fast dem gesamten Spiel in Unterzahl
Hibernian FC musste im Edinburgh-Derby eine deutliche Niederlage hinnehmen, nachdem die Mannschaft fast das gesamte Spiel mit weniger Spielern bestreiten musste. Zwei Rote Karten zwangen sie, die meiste Zeit der zweiten Halbzeit nur noch zu neunt zu spielen. Hearts of Midlothian nutzte die Überzahl spät aus und traf zweimal in kurzer Folge – ein entscheidender Sieg im Kampf um die Meisterschaft.
Die Probleme für Hibs begannen früh: Schon nach 13 Minuten sah Torhüter Raphael Sallinger die Rote Karte. Die Mannschaft spielte die restliche erste Halbzeit mit zehn Mann weiter. Drei Minuten nach der Pause verschärfte sich die Situation, als auch Mittelfeldspieler Felix Passlack des Feldes verwiesen wurde.
Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit taten sich die Hearts lange schwer, die Abwehr der Hibs zu knacken. Erst in der 84. Minute brach Lawrence Shankland den Bann und glich aus. Nur zwei Minuten später machte Blair Spittal mit dem Siegtreffer alles klar – und setzte damit eine kuriose Serie fort: In sechs der letzten neun Edinburgh-Derbys traf Hearts in der 86. Minute oder später.
Aufmerksamkeit erregte das Spiel auch wegen eines ungewöhnlichen Details: Die Bandenwerbung der Hibs zeigte einen Slogan eines Babykost-Herstellers mit der Aufschrift "Verlier nicht die Nerven." (im Original: "Don't lose your bottle.")
Das Ergebnis bedeutet, dass Hearts mit drei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze stehen – bei nur noch vier ausstehenden Spielen. Ein Meistertitel würde die 41-jährige Vorherrschaft des Old Firm (Celtic und Rangers) im schottischen Fußball beenden.
Mit vier Partien vor dem Saisonende führt Hearts die Scottish Premiership nun mit drei Punkten an. Die späten Tore sicherten einen wichtigen Sieg und halten die Meisterschaftsträume am Leben. Sollte es klappen, wäre es das erste Mal seit über vier Jahrzehnten, dass ein Team außerhalb von Celtic oder Rangers den Titel holt.






