Historische Klimakonferenz in Kolumbien fordert raschen Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas
Emil LangeHistorische Klimakonferenz in Kolumbien fordert raschen Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas
Erste globale Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen in Santa Marta gestartet
In Santa Marta, Kolumbien, hat die erste Weltkonferenz zum Ausstieg aus fossilen Energieträgern begonnen. Die von Kolumbien und den Niederlanden organisierte Veranstaltung bringt Vertreter aus über 50 Ländern zusammen, um den globalen Umstieg von Kohle, Öl und Erdgas voranzutreiben. Viele Teilnehmer zeigen sich frustriert über die zögerlichen Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen.
An den Gesprächen beteiligen sich Delegierte aus Industrieländern, Schwellen- und Entwicklungsländern. Deutschland wird durch Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, vertreten. Ziel der Konferenz ist es, Staaten zu vereinen, die bereits mutige Schritte im Klimaschutz unternehmen.
Besondere Bedeutung kommt dem Treffen für die am wenigsten entwickelten Länder der Welt zu, wie Sabine Minninger von Brot für die Welt betont. Diese Staaten tragen am wenigsten zu den globalen Emissionen bei, leiden jedoch am stärksten unter den Folgen des Klimawandels.
Unterdessen zeigt die Energiesituation der EU die anhaltende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. 2024 stammten 57 Prozent des Energiebedarfs aus Importen – vor allem Öl und Gas. Allein Öl machte 37 Prozent des EU-Energieverbrauchs aus. Im Inland deckten Erneuerbare 48,1 Prozent der Produktion, gefolgt von Kernenergie mit 28,2 Prozent und festen Brennstoffen mit 15,2 Prozent.
Die Konferenz soll den Ausstieg aus fossilen Energien beschleunigen. Die Teilnehmer fordern schnellere Fortschritte als in den UN-Klimaverhandlungen. Die Organisatoren hoffen, dass das Treffen Schwung in Länder bringt, die bereits Vorreiter in der Klimapolitik sind. Die EU-Energiedaten unterstreichen indes das Ausmaß der bevorstehenden Herausforderungen.






