Historischer Korruptionsprozess gegen Albaniens Ex-Präsident Ilir Meta beginnt
Hannah RichterHistorischer Korruptionsprozess gegen Albaniens Ex-Präsident Ilir Meta beginnt
Der Korruptionsprozess gegen Albaniens früheren Präsidenten Ilir Meta hat am Montag begonnen. Ihm werden passive Korruption, Geldwäsche und falsche Vermögensangaben vorgeworfen. Meta weist alle Vorwürfe zurück und bezeichnet das Verfahren als "rein politisch motiviert".
Meta, der das Land von 2017 bis 2022 führte, befindet sich seit seiner Festnahme im Oktober 2024 in Untersuchungshaft. Seine Verteidiger beantragten, die Verhandlung live für die Öffentlichkeit zu übertragen. Die nächste Sitzung ist für den 11. Mai angesetzt.
Meta bekleidete seit dem Sturz des Kommunismus 1991 verschiedene Spitzenpositionen in Albanien. Seine politische Karriere umfasst mehrere Jahrzehnte, darunter Regierungsämter vor seiner Präsidentschaft. Parallel läuft ein separates Verfahren gegen den früheren Ministerpräsidenten Sali Berisha.
Der Prozess findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem Albanien um den Beitritt zur Europäischen Union wirbt. Die Beitrittsverhandlungen hängen maßgeblich von den Fortschritten des Landes im Kampf gegen Korruption ab. Metas Verfahren wird in den kommenden Wochen mit weiteren Verhandlungsterminen fortgesetzt. Das Urteil könnte die politische Landschaft Albaniens und den Weg des Landes in die EU beeinflussen. Die Verhandlungen stehen unter intensiver nationaler und internationaler Beobachtung.






