31 March 2026, 10:38

Hurrikan-Konferenz 2019 ohne FEMA: Regierungsstillstand gefährdet Katastrophenschutz

Blauer Plakat mit weißer Schrift und einem Logo, das besagt: "Wenn verabschiedet, wird das American Rescue Plan die USA nächstes Jahr wieder zur Vollbeschäftigung führen."

Hurrikan-Konferenz 2019 ohne FEMA: Regierungsstillstand gefährdet Katastrophenschutz

Nationale Hurrikan-Konferenz 2019 ohne Schlüsselakteur: FEMA fehlt wegen des US-Regierungsstillstands

Die diesjährige Nationale Hurrikan-Konferenz fand diese Woche ohne einen zentralen Teilnehmer statt. Zum ersten Mal seit Jahren nahm die Bundesbehörde für Katastrophenschutz (FEMA) aufgrund des anhaltenden teilweisen Regierungsstillstands in den USA nicht an der Veranstaltung teil. Die Konferenz, die Gemeinden auf die am 1. Juni beginnende atlantische Hurrikansaison vorbereiten soll, zog über 1.800 Teilnehmer aus lokalen, bundesstaatlichen und Bundesbehörden sowie aus Nichtregierungsorganisationen und Privatunternehmen an.

Die jährlich stattfindende Tagung, die der Verbesserung der Katastrophenvorsorge dient, erstreckte sich von Montag bis Donnerstag. FEMA's Abwesenheit sorgte bei vielen Teilnehmern für Besorgnis über mögliche Koordinationslücken. Jeremy Knighton, stellvertretender Feuerwehrchef für das Notfallmanagement in Asheville, North Carolina, betonte, dass die Situation eine ohnehin komplexe Veranstaltung noch schwieriger mache.

FEMA räumte später ein, dass die Nichtteilnahme einen Rückschlag darstelle. Die Behörde gab zu bedenken, dass das Fernbleiben von der Konferenz ihre Fähigkeit beeinträchtigen werde, Gemeinden in der bevorstehenden Hurrikansaison wirksam zu unterstützen. Die Organisation steht seit den von Präsident Donald Trump geforderten grundlegenden Reformen unter internem Druck, die eine stärkere Einbindung der Bundesstaaten in die Katastrophenbewältigung vorsehen.

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Kevin Guthrie, Direktor der Notfallmanagement-Abteilung Floridas, sah die Lage differenzierter. Er argumentierte, dass FEMA's Abwesenheit den Bundesstaaten und lokalen Regierungen die Möglichkeit gebe, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. Unterdessen warnte Michael Brennan, Direktor des Nationalen Hurrikan-Zentrums, vor möglicher Selbstzufriedenheit. Nach der vergleichsweise milden Saison 2018 – in der lediglich Sturm Chantal Schäden in Höhe von unter 500 Millionen Dollar verursacht hatte – fürchtete er, dass einige Amerikaner die Vorbereitungen auf 2019 aufschieben könnten.

Historische Daten zeigen, dass sich FEMA's Rolle in den letzten Jahren deutlich gewandelt hat. Zwischen 2021 und 2026 steigerte die Behörde die Reaktionszeiten um 20–30 Prozent – unter anderem durch verbesserte KI-gestützte Vorhersagen und Partnerschaften mit Privatunternehmen, etwa während der Hurrikane Ida (2021) und Helene (2024). Trotz Regierungsstillständen und Umstrukturierungen unter der Biden-Administration blieben Notfallmittel verfügbar, sodass FEMA handlungsfähig blieb.

Die Konferenz endete am Donnerstag mit gemischten Reaktionen. Zwar übernahmen bundesstaatliche und lokale Vertreter vermehrt Führungsrollen, doch blieben Bedenken wegen FEMA's reduzierter Präsenz bestehen. Die Hurrikansaison 2019 beginnt in weniger als zwei Monaten – und die Gemeinden werden sich stärker auf regionale Zusammenarbeit stützen müssen als in den Vorjahren.

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