ICC Berlin wird zum modernen Kultur- und Wirtschaftszentrum umgebaut
Berlins Senat präsentiert ehrgeizige Pläne zur Revitalisierung des ICC-Komplexes
Der Berliner Senat hat ein umfangreiches Sanierungsprojekt für das Internationale Congress Centrum (ICC) vorgestellt, das den ikonischen Bau von 1979 in ein modernes Zentrum für Kunst, Gastronomie und Forschung verwandeln soll. Das Vorhaben umfasst neue Hotels, Büros und Kulturflächen.
Die Sanierung des ICC selbst wird voraussichtlich über 400 Millionen Euro kosten, die Fertigstellung ist für 2032 geplant. Zwei zusätzliche Hotels – jedes mit geschätzten Kosten von 150 bis 200 Millionen Euro – sind Teil des Projekts. Eines soll die bestehende Tiefgarage am Funkturm ersetzen, das andere entsteht gegenüber der Neuen Kantstraße in einem zweiten, höheren Gebäude, das auch Büros und Wohnungen beherbergen wird.
Das Land Berlin beabsichtigt, das ICC für 99 Jahre im Erbbaurecht an neue Betreiber zu verpachten. Zu den zentralen Partnern des Projekts zählen die Coloured Fields GmbH, Arup Deutschland GmbH, Graft Architects und die MIB AG. Zuvor steht jedoch eine zweijährige Verhandlungsphase an, in der Baurechte, Finanzierung und Nutzung geklärt werden, bevor der Abgeordnetehaus eine endgültige Entscheidung trifft.
Die Grünen kritisieren den Zeitplan: Eine verbindliche Vergabeentscheidung stehe erst 2028 an. Trotz der Verzögerungen soll das Projekt dem denkmalgeschützten ICC, das seit über vier Jahrzehnten als Berliner Wahrzeichen steht, neues Leben einhauchen.
Die Neugestaltung wird kulturelle und gewerbliche Flächen in das Areal bringen. Bei Genehmigung wird das Vorhaben das ICC und seine Umgebung prägen – mit modernen Einrichtungen, aber unter Bewahrung seines historischen Charakters. Die endgültigen Beschlüsse hängen von weiteren Verhandlungen und der parlamentarischen Prüfung ab.
