IKEA setzt auf kleinere Filialen – und revolutioniert seinen Einzelhandel
Lina SeidelIKEA setzt auf kleinere Filialen – und revolutioniert seinen Einzelhandel
IKEA ändert seine Einzelhandelsstrategie und setzt künftig auf kleinere Filialen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Umsätze, sich wandelnder Einkaufsgewohnheiten und wachsender Konkurrenz durch Onlinehändler. Peter Jelkeby, Deutschlandchef des schwedischen Möbelhauses, bestätigte, dass das Unternehmen bei künftigen Expansionen auf dieses neue Format setzen werde.
Der schwedische Einzelhändler baut sein traditionelles Ladengeschäft um. Die neuen Standorte werden mit rund 2.950 Quadratmetern deutlich kleiner ausfallen als die üblichen 35.000 Quadratmeter großen Warenhäuser. Die kompakteren Filialen konzentrieren sich darauf, Produkte zu präsentieren und Beratung anzubieten, statt vollständige Lagerbestände vorzuhalten.
Kunden finden dort etwa 2.650 Artikel, die sie direkt mitnehmen können. Weitere 1.000 Produkte werden ausgestellt und können bestellt werden, wobei die meisten Einkäufe später geliefert werden. Onlineverkäufe machen bei IKEA in Deutschland bereits fast 1,5 Milliarden Euro aus – etwa ein Viertel des Gesamtumsatzes.
Zunächst plant IKEA, weltweit 20 dieser kleineren Filialen zu eröffnen. Weitere sollen folgen, da sich das Unternehmen an die wachsende Nachfrage nach Online-Shopping und Bequemlichkeit anpasst. Das neue, kleinere Format soll Kosten senken und den Bedürfnissen moderner Verbraucher gerecht werden. Gleichzeitig ist es eine Reaktion auf die Konkurrenz durch digital ausgerichtete Händler. Die Umstellung markiert einen langfristigen Wandel in der Gestaltung der physischen Präsenz des Unternehmens.
