Illinois plant Gewerkschaftsgründung für über 100.000 Fahrdienstvermittler durch neue Abgabe
Mila VoigtIllinois plant Gewerkschaftsgründung für über 100.000 Fahrdienstvermittler durch neue Abgabe
Ein neuer Gesetzentwurf in Illinois könnte über 100.000 Fahrdienstvermittler die Gründung einer Gewerkschaft ermöglichen. Das Haushaltsgesetz 4743 sieht eine Gebühr von 20 Cent pro Fahrt vor, um diese Bestrebungen zu finanzieren. Ziel des Vorhabens ist es, faire Bezahlung durchzusetzen, während die Fahrer weiterhin als selbstständige Auftragnehmer eingestuft bleiben.
Der Entwurf orientiert sich an ähnlichen Gesetzen, die bereits in Massachusetts und New York in Kraft sind. Er verlangt, dass mindestens 10 Prozent der aktiven Fahrer den Gewerkschaftsgründungsprozess in Gang setzen. Verhandlungen würden erst beginnen, wenn 30 Prozent der Fahrer Gewerkschaftsermächtigungskarten unterzeichnet haben.
Ein zentrales Element des Gesetzentwurfs ist die fahrtbezogene Gebühr, die Befürworter als transparenter bewerten als eine direkte Abgabe für die Fahrdienstvermittlungsunternehmen. Die Arbeitsbehörde von Illinois (Illinois Labor Relations Board) hat jedoch Bedenken geäußert und dies als potenziellen Interessenkonflikt bezeichnet.
Daten zeigen, dass etwa 20 Prozent der aktiven Fahrer rund 86 Prozent aller Fahrten durchführen. Dies deutet darauf hin, dass viele Fahrer nur gelegentlich tätig sind – was sich auf die Gewerkschaftsbeteiligung auswirken könnte.
Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde es für die Fahrdienstvermittler in Illinois einen bedeutenden Wandel bedeuten. Die 20-Cent-Gebühr würde die Gewerkschaftsgründung finanzieren, ohne ihren Status als selbstständige Auftragnehmer zu ändern. Ob der Entwurf vorankommt, hängt nun davon ab, ob genug Fahrer die Maßnahme unterstützen.






