Illinois verbietet Beamten Insiderwetten – doch die Kritik bleibt laut
Emil LangeIllinois verbietet Beamten Insiderwetten – doch die Kritik bleibt laut
Der Gouverneur von Illinois, JB Pritzker, hat eine Verfügungsverordnung unterzeichnet, die Staatsangestellten verbietet, Insiderwissen auf Wettenplattformen auszunutzen. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Abgeordnete für strengere Kontrollen und neue Steuern auf solche Plattformen drängen. Kritiker, darunter der republikanische Kandidat Darren Bailey, haben Bedenken hinsichtlich der Transparenz bei Regierungsgeschäften geäußert.
Die Anordnung untersagt Beamten und Regierungsmitarbeitern, nicht öffentlich zugängliche Informationen zu nutzen, um sich auf Prognosemärkten wie Kalshi und Polymarket unfaire Vorteile zu verschaffen. Pritzker erklärte, die bundesweiten Vorschriften zu Insiderhandel seien zu lasch und ließen Raum für mögliche Missbräuche. Zudem kritisierte er die Regierung unter Trump, die seiner Meinung nach Korruption in diesen Märkten zugelassen habe.
In den vergangenen Wochen haben Abgeordnete des Bundesstaates auf eine stärkere Kontrolle der Wettenplattformen gedrängt. Sie fordern mehr regulatorische Befugnisse sowie zusätzliche Steuern für die Branche. Unterdessen hat die US-Terminbörsenaufsicht CFTC (Commodity Futures Trading Commission) eine Klage gegen Pritzker und andere Amtsträger eingereicht. Die Behörde wirft ihnen vor, ihre Zuständigkeit bei der Regulierung dieser Märkte überschritten zu haben.
Der republikanische Gouverneurskandidat Darren Bailey wirft Pritzker Heuchelei vor. Bailey behauptet, der Gouverneur habe persönliche Einnahmen aus Staatsaufträgen nicht offengelegt. Gemeinsam mit seinem Running Mate schlägt Bailey den Plan "Illinois DOGE" vor, der überflüssige Staatsausgaben durch eine Überprüfung und Reduzierung von Regierungsverträgen senken soll.
Die Verfügungsverordnung verschärft die ethischen Richtlinien für Staatsbedienstete. Gleichzeitig verdeutlicht sie die anhaltenden Spannungen zwischen den Behörden in Illinois und den Bundesaufsichtsbehörden bei der Regulierung von Wettenplattformen. Die Abgeordneten diskutieren weiterhin, wie diese Märkte am besten zu regulieren und zu besteuern sind – und wie dabei die Transparenz in der Regierungsarbeit gewahrt werden kann.






