04 May 2026, 14:01

Infarm streicht 500 Jobs: Warum das Berliner Start-up jetzt radikal schrumpft

Luftaufnahme eines ländlichen Bauernhofs mit Scheunen, Fahrzeugen, Bäumen, Gras, Polen und Hügeln im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel, mittig im Bild.

Infarm streicht 500 Jobs: Warum das Berliner Start-up jetzt radikal schrumpft

Vertikalfarming-Unternehmen Infarm kündigt Massenentlassungen an

Das Berliner Start-up Infarm plant, mehr als die Hälfte seiner Belegschaft abzubauen. Das Unternehmen wird seine Mitarbeiterzahl um etwa 500 Personen reduzieren. Steigende Energiekosten und ein allgemeiner wirtschaftlicher Abschwung zwingen das Unternehmen, seine Aktivitäten zurückzufahren.

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Infarm, 2013 gegründet, expandierte rasant und züchtet Blattgemüse in über 1.800 Geschäften in 11 Ländern. Bislang sammelte das Unternehmen 604,5 Millionen US-Dollar an Investitionen ein, um sein Wachstum zu finanzieren. Trotz dieser Erfolge sieht sich das Unternehmen nun mit einem deutlichen Rückgang konfrontiert.

Das Unternehmen wird seine Aktivitäten in mehreren Regionen einstellen oder verringern. Die Growing Centres in Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden könnten verkleinert werden, während die japanische Sparte derzeit überprüft wird. Gleichzeitig konzentriert sich Infarm auf seine Kernmärkte – Frankfurt, Kopenhagen und Toronto –, wo die Rentabilität höher ist.

Ein neues Growing Centre in Baltimore, Maryland, bleibt vorerst Teil der Unternehmenspläne. Infarm testete zudem die Indoor-Weizenproduktion, doch deren Zukunft ist ungewiss. Die Entlassungen und Umstrukturierungen erfolgen vor dem Hintergrund stark gestiegener Energiepreise und einer schwächeren Marktlage.

Nach dem Personalabbau verbleiben bei Infarm weniger als 500 Mitarbeiter. Das Unternehmen wird sich nun auf seine vielversprechendsten Märkte konzentrieren. Die Energiekosten und der wirtschaftliche Druck prägen weiterhin die künftige Strategie des Unternehmens.

Quelle