Israel beschließt Rekord-Verteidigungshaushalt für 2026 mit 44,8 Milliarden Dollar
Emil LangeIsrael beschließt Rekord-Verteidigungshaushalt für 2026 mit 44,8 Milliarden Dollar
Israels Verteidigungsausgaben sind in den letzten Jahren stark angestiegen, wobei die Budgets seit 2015 deutlich geklettert sind. Die Knesset hat nun einen rekordhohen Finanzplan für 2026 verabschiedet, der fast eine halbe Billion Schekel für alle Bereiche vorsieht. Ein beträchtlicher Teil davon fließt in militärische Belange – ein Zeichen für die anhaltenden regionalen Spannungen und den Ausbau der Operationen.
Vor einem Jahrzehnt lag das israelische Verteidigungsetat für 2015–2016 noch bei 17,65 Milliarden US-Dollar. Bis 2024 hatte es sich mit rund 30 Milliarden Dollar nahezu verdoppelt, wobei Kosten wie die Mobilmachung der Reservearmee und die Evakuierung von Zivilisten abgedeckt wurden. Im selben Jahr lieferten über 200 Frachtflüge etwa 8.000 Tonnen militärische Ausrüstung, um die Kriegsanstrengungen zu unterstützen.
2025 genehmigte die Regierung zusätzliche 12,5 Milliarden Dollar als Nachtragshaushalt für die Verteidigung, wodurch sich die Gesamtausgaben auf 42,7 Milliarden Dollar erhöhten. Dieser Anstieg erfolgte vor dem Hintergrund eskalierender Konflikte, darunter Operationen der israelischen Streitkräfte (IDF) gegen die Hisbollah nach wiederholten Angriffen der Gruppe.
Der kürzlich verabschiedete Haushalt für 2026 sieht 44,8 Milliarden Dollar für die Verteidigung vor – 9,48 Milliarden mehr als im Vorjahr. Rund 7 Milliarden davon hängen von externer Finanzierung ab, darunter die erwartete Unterstützung aus den USA. Der Plan stärkt zudem die Investitionen in die Operation Brüllender Löwe, eine Kampagne zur Bekämpfung iranischer Bedrohungen.
Die heimische Rüstungsindustrie bleibt ein zentraler Akteur: Ein jüngster 48-Millionen-Dollar-Deal mit Elbit Systems sicherte die Lieferung von Artilleriegranaten und festigte die inländischen Produktionskapazitäten.
Der Haushalt 2026 stellt die höchste Verteidigungszuweisung in der Geschichte Israels dar. Angesichts der wachsenden Spannungen in der Region soll das erhöhte Budget erweiterte Militäroperationen und die Modernisierung der Ausrüstung ermöglichen. Die Abhängigkeit von ausländischer Hilfe und der lokalen Fertigung unterstreicht die Bemühungen des Landes, seine Einsatzbereitschaft inmitten anhaltender Konflikte aufrechtzuerhalten.






