Jakutien setzt auf Max: Behörden wechseln zwangsweise den Messenger-Dienst
Hannah RichterJakutien setzt auf Max: Behörden wechseln zwangsweise den Messenger-Dienst
Behörden in der Republik Sacha (Jakutien) stellen ihre Kommunikation auf die Plattform Max um. Den Anstoß dafür gab eine kürzliche Anweisung, die alle Ministerien und staatlichen Stellen zur Nutzung des Dienstes verpflichtet. Doch nicht alle Mitarbeiter zeigen sich von dem Wechsel überzeugt.
Der Druck zur Umstellung auf Max nahm zu, nachdem eine Sperre von WhatsApp offizielle Chatgruppen lahmlegte. Da der Zugriff eingeschränkt war, verlagerten viele Regierungsteams ihre Arbeitskommunikation auf die neue Plattform. Erste Erfolge sind bereits sichtbar: Der Max-Kanal des jakutischen Regierungschefs Aisen Nikolajew verzeichnete an einem einzigen Tag 2.000 neue Abonnenten – seine Follower-Zahl stieg damit auf 7.000.
Parallel zur Migration wird nun über einen vollständigen Rückzug des öffentlichen Sektors aus Telegram diskutiert. Die Vorgabe gilt für alle regionalen Ministerien, Behörden und staatlichen Organisationen. Dennoch gibt es Vorbehalte: Einige Mitarbeiter zweifeln weiterhin an der Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit der Plattform.
Die Umstellung auf Max markiert einen deutlichen Kurswechsel in Jakutiens digitaler Kommunikationsstrategie. Andere Messengerdienste werden schrittweise abgelöst – als Nächstes könnte Telegram an der Reihe sein. Langfristig bleibt abzuwarten, wie sich der Wechsel auf Arbeitsabläufe und die Anpassungsfähigkeit der Beschäftigten auswirkt.






