Jakutiens Geflügelbranche wankt: Millionen-Schulden und Hygieneskandale
Hannah RichterJakutiens Geflügelbranche wankt: Millionen-Schulden und Hygieneskandale
Zwei große Geflügelproduzenten in Jakutien stecken in rechtlichen und finanziellen Schwierigkeiten. Das Schiedsgericht der Republik Sacha hat Millionen an unbeglichenen Schulden gegen die Nerjungri-Geflügel farm PAO anerkannt. Gleichzeitig gingen die Behörden gegen die Ekoptiza GmbH wegen Verstößen gegen Arbeitsrechte und hygienische Mängel in deren Betrieb vor.
Das Schiedsgericht der Republik Sacha nahm kürzlich einen Antrag an, über 24 Millionen Rubel an ausstehenden Verbindlichkeiten in das Gläubigerregister der Nerjungri-Geflügel farm PAO aufzunehmen. Zudem belaufen sich die unbezahlten Rechnungen für Versorgungsleistungen des Unternehmens auf weitere 25 Millionen Rubel.
In einem separaten Fall reichte die Staatsanwaltschaft der Stadt Nerjungri eine Beschwerde ein und leitete ein Verwaltungsverfahren gegen die Ekoptiza GmbH wegen Verletzung von Arbeitnehmerrechten ein. Nach der Intervention der Generalstaatsanwaltschaft Jakutiens musste das Unternehmen über 20 Millionen Rubel an ausstehende Löhne an 135 Mitarbeiter nachzahlen.
Im Jahr 2025 deckte die jakutische Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor hygienische und epidemiologische Verstöße in den Anlagen von Ekoptiza auf. Die Feststellungen führten zu einer 90-tägigen Schließung des Schlachthofbetriebs.
Die rechtlichen Maßnahmen sorgten dafür, dass die Mitarbeiter ihre Löhne erhielten und der Betrieb von Ekoptiza GmbH eingeschränkt wurde. Die Nerjungri-Geflügel farm PAO steht unter zunehmendem finanziellen Druck, da ihre Schulden nun gerichtlich festgestellt wurden. Beide Fälle zeigen die anhaltende regulatorische Überprüfung der Geflügelindustrie in Jakutien.






