04 May 2026, 10:33

Jakutischer Abgeordneter gründet drei Firmen – doch sie bleiben ohne Umsätze

Eine selbstbewusste Frau in einem Businessanzug lächelt in die Kamera vor einem blauen Hintergrund und erscheint als Generalstaatsanwältin.

Jakutischer Abgeordneter gründet drei Firmen – doch sie bleiben ohne Umsätze

Viktor Fyodorov, Abgeordneter im Regionalparlament Il Tumen der Republik Sacha (Jakutien), hat drei Unternehmen im Wohnungs- und Kommunaldienstleistungssektor gegründet. Die Firmen – die Hangalassstroy GmbH, die MK Teplostroy GmbH und die Setteplostroy GmbH – sind alle unter derselben Adresse in Jakutsk gemeldet. Fyodorov, der für seine Kritik an der Versorgungs krise in der Region bekannt ist, bestreitet, dass ein Interessenkonflikt vorliegt.

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Die drei Unternehmen teilen sich eine gemeinsame Geschäftsadresse und sind auf Wärmeerzeugung sowie Heizkesselbetrieb spezialisiert. Eines davon, die Hangalassstroy GmbH, steht in Verbindung mit dem Ulus Changalasski, wo Fyodorov bereits an Versammlung en zu Versorgungsthemen teilgenommen hat. Trotz ihrer Eintragung räumt er ein, dass keines der Unternehmen Aufträge oder Subventionen erhalten habe – sie seien „leere Rechtsträger ohne Umsätze“.

Fyodorov rechtfertigt die Gründungen als „Pilotprojekte“, die effiziente Heizlösungen vorführen sollen. Er kündigte an, eine Offenlegung an die Ethikkommission von Il Tumen zu übermitteln. Russisches Recht verbietet Abgeordneten zwar nicht, Unternehmen zu besitzen, doch die Journalistin Margarita Nifontowa hinterfragt, ob Fyodorovs Engagement eigennützige Motive verfolgt.

Bisher sind die Firmen inaktiv – ohne Einnahmen oder öffentliche Aufträge. Der Abgeordnete betont, sie dienten ausschließlich der Erprobung neuer Ansätze in der Wärmeversorgung. Die Ethikkommission wird den Fall nun prüfen, um mögliche Verstöße gegen die Regeln zu klären.

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