Japan-Visum für Russen: Strengere Regeln und mehr Bürokratie ab sofort
Hannah RichterJapan-Visum für Russen: Strengere Regeln und mehr Bürokratie ab sofort
Moskauer Japan-Visumantragsstelle verschärft Dokumentenprüfung für russische Antragsteller
Das Japan Visa Application Center in Moskau hat die Anforderungen an die Dokumentenprüfung für Russen, die ein Visum beantragen, deutlich verschärft. Bewerber müssen nun eine umfangreichere Liste finanzieller und persönlicher Unterlagen vorlegen, bevor ihre Anträge bearbeitet werden können.
Bisher war das Visumverfahren einfacher, doch die neuen Regeln verlangen nun vollständige Kopien aller finanziellen und persönlichen Nachweise. Geschäftsführer und Angestellte müssen Auszüge aus dem Einheitlichen Staatsregister juristischer Personen (EGRUL) oder 2-NDFL-Steuerbescheinigungen einreichen. Auch Selbstständige und Einzelunternehmer sind betroffen: Sie benötigen Auszüge aus dem Einheitlichen Staatsregister der Individualunternehmer (EGRIP) sowie Nachweise über aktive Geschäftstätigkeiten.
Für von Dritten unterstützte Antragsteller gibt es zusätzliche Hürden, da sie Kopien sämtlicher Dokumente des Sponsors vorlegen müssen. Fehler in den Unterlagen lassen sich nun schwerer korrigieren – der Prozess ist aufwendiger und zeitintensiver geworden. Die Bearbeitungsdauer beträgt zwar weiterhin fünf bis sechs Werktage, allerdings nur, wenn alle Dokumente fristgerecht eingereicht werden.
Die Änderungen erschweren die Abwicklung für Reiseveranstalter und Touristen, die nun mehr Belege für ihre Anträge zusammenstellen müssen. Die strengeren Auflagen bedeuten, dass Russen, die ein Japan-Visum beantragen, mehr Unterlagen als bisher vorbereiten müssen. Reisebüros und Reisende sollten zusätzliche Zeit einplanen, um die neuen Vorgaben zu erfüllen. Verzögerungen oder fehlende Dokumente könnten den Prozess weiter verlangsamen.






