Johors KMU setzen auf Digitalisierung – doch Kosten und Fachkräftemangel bremsen aus
Mila VoigtJohors KMU setzen auf Digitalisierung – doch Kosten und Fachkräftemangel bremsen aus
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Johor setzen zunehmend auf digitale Werkzeuge
Die kleinen, mittleren und Mikrounternehmen (KMU) in Johor vollziehen den digitalen Wandel in rasantem Tempo. 2022 nutzten nahezu alle Computer und das Internet, während vier von fünf Betrieben eine eigene Website betrieben. Doch trotz dieser Fortschritte kämpfen viele weiterhin mit den Kosten und dem Fachwissen, das für eine umfassende Einführung neuer Technologien erforderlich ist.
Die Digitalisierung der KMU in Johor schreitet stetig voran: 2022 setzten 97,6 % der Unternehmen Computer ein, 97,3 % nutzten das Internet, und 79 % unterhielten eine Website. Auch der E-Commerce verzeichnete ein starkes Wachstum – 4.460 Unternehmen tätigten Online-Transaktionen, gegenüber 3.212 im Jahr 2015. Die Umsätze aus diesen Geschäften erreichten 20,8 Milliarden Malaysian Ringgit (RM) und wuchsen im Jahresdurchschnitt um 10,1 %.
Doch es bleiben Herausforderungen. Viele KMU betrachten die Digitalisierung eher als zusätzliche Ausgabe denn als langfristige Investition – besonders dann, wenn kurzfristige Erträge ungewiss sind. Die anfänglichen Kosten für neue Systeme übersteigen oft das Budget kleinerer Betriebe. Ein weiteres großes Hindernis ist der Mangel an digitalen Kompetenzen unter den Mitarbeitenden, was die Umsetzung technologischer Projekte erschwert.
Die SME Corporation Malaysia (SME Corp.) hat diese Probleme erkannt und treibt die beschleunigte Digitalisierung voran. Ziel ist es, die Produktivität zu steigern und Abläufe in den KMU zu optimieren. Digitalisierung und Automatisierung sind zudem zentrale Elemente des Business Strategic Plan (BSP) 2022–2030 und damit entscheidend für das künftige Wachstum.
Johors KMU haben bei der digitalen Transformation deutliche Fortschritte gemacht – hohe Computer- und Internetnutzung treiben das E-Commerce-Wachstum voran. Doch Kostenbarrieren und Qualifikationslücken bremsen die Entwicklung weiterhin aus. Die Bewältigung dieser Hürden wird entscheidend sein, damit mehr Unternehmen langfristig von der Technologie profitieren können.






