Kasachstan setzt auf Ölsaaten und Futterpflanzen statt Weizenmonokultur
Emil LangeKasachstan setzt auf Ölsaaten und Futterpflanzen statt Weizenmonokultur
Kasachstan verlagert seinen agrarwirtschaftlichen Schwerpunkt weg von traditionellen Getreidesorten wie Weizen. Das Land baut stattdessen den Anbau von Ölsaaten, Futterpflanzen und Gerste aus, um die Profitabilität und Nachhaltigkeit zu steigern. Diese Umstellung ist Teil einer umfassenderen Strategie, um den Agrarsektor des Landes zu diversifizieren.
Jahrzehntelang setzte Kasachstan stark auf den Anbau von Weizen und Gerste. Doch aktuelle Entwicklungen zeigen eine deutliche Hinwendung zu ertragreicheren Kulturen. Seit 2023 ist die Fläche für Ölsaaten und Futterpflanzen um 15–20 Prozent gewachsen, während die Weizenfelder leicht geschrumpft sind.
Die gesamte bestellte Ackerfläche umfasst nun 23,8 Millionen Hektar – ein Zuwachs von 180.000 Hektar im Vergleich zum Vorjahr. Allein der Weizenanbau ist um 125.000 Hektar zurückgegangen, sodass noch etwa 12,1 Millionen Hektar mit Weizen bestellt sind. Agrarminister Aydarbek Saparov bestätigte, dass die Regierung Ölsaaten, Futterpflanzen, Gerste und Kartoffeln priorisiere, um die Abhängigkeit von der Getreidemonokultur zu verringern.
Kasachstan verfügt über die sechstgrößte landwirtschaftliche Nutzfläche der Welt, direkt hinter China, den USA, Australien, Brasilien und Russland. Im Gegensatz zu vielen dieser Länder prägen ausgedehnte Weideflächen maßgeblich die Agrarlandschaft des Landes.
Die Ausweitung von Ölsaaten, Futterpflanzen und Gerste stellt einen gezielten Schritt dar, um die Agrarwirtschaft Kasachstans zu stärken. Mit rückläufigen Weizenflächen und einer verstärkten Nutzung von Flächen für wertschöpfungsintensivere Kulturen strebt das Land an, sowohl die Rentabilität als auch die langfristige Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft zu verbessern.






