Kenia: Lehrkräfte warten vergeblich auf Gehaltserhöhungen und Wohnraum
Mila VoigtKenia: Lehrkräfte warten vergeblich auf Gehaltserhöhungen und Wohnraum
Lehrkräfte in ganz Kenia warten weiterhin auf die versprochenen Leistungen – trotz Zusagen der Regierung. Präsident William Ruto hatte Gehaltserhöhungen und Wohnraumzuteilungen angekündigt, doch es gab kaum Fortschritte. Nun fordern Gewerkschaften und Schulleitungen Taten, da Fristen verstrichen sind, ohne dass Ergebnisse vorliegen.
Im September 2025 hatte Ruto eine zusätzliche Besoldungsgruppe für Lehrkräfte sowie einen 20-prozentigen Anteil an Wohnungen in bezahlbaren Wohnprojekten verkündet. Doch fast ein halbes Jahr später gab es weder Beförderungen noch Gehaltsanpassungen. Die Teachers Service Commission (TSC) hat die Anweisung bisher nicht umgesetzt – zur großen Verärgerung der Pädagoginnen und Pädagogen.
Mittlerweile hat sich die Gewerkschaft der Sonderpädagogik-Lehrkräfte Kenias (KUSNET) eingeschaltet. Sie drängt den Schatzminister (National Treasury CS), John Mbadi, die erforderlichen Mittel freizugeben. Zudem forderte die Gewerkschaft die Abberufung von Charles Hinga, dem Staatssekretär für Wohnungsbau, dem sie die Verzögerungen bei der Wohnraumumsetzung anlastet. Die ursprüngliche Wohnraumvereinbarung lief am 13. März 2026 aus – ohne sichtbare Fortschritte.
Unterdessen weisen Schulleiter wie Odindo, Direktor der Hope Special School, auf tiefgreifendere Probleme hin. Die marode Infrastruktur vieler Bildungseinrichtungen verschärft den Druck auf die Lehrkräfte. KUSNET besteht darauf, dass die Regierung ihre Zusagen unverzüglich einhalten muss.
Ohne Beförderungen, Gehaltserhöhungen oder Wohnraumzuteilungen bleiben die Lehrkräfte in der Schwebe. Die TSC gerät zunehmend unter Druck, während die Gewerkschaften von den Verantwortlichen Rechenschaft fordern. Solange keine Änderungen umgesetzt werden, warnen Pädagoginnen, Pädagogen und Schulleitungen, dass sich ihre Schwierigkeiten weiter verschärfen werden.






