Klage gegen Simon Property Group: Familien fordern mehr Sicherheit nach Amoklauf in Texas
Lina SeidelKlage gegen Simon Property Group: Familien fordern mehr Sicherheit nach Amoklauf in Texas
Angehörige der Opfer eines tödlichen Schusswaffenangriffs in einem Einkaufszentrum haben rechtliche Schritte gegen die Simon Property Group und den Sicherheitsdienstleister Allied Universal Security Services eingeleitet. Die im Jahr 2024 eingereichte Klage wirft den Unternehmen vor, unzureichende Sicherheitsvorkehrungen getroffen zu haben. Die mündliche Verhandlung vor dem Obersten Gerichtshof von Texas ist nun für den 16. September angesetzt.
Der Angriff ereignete sich in einem von Simon betriebenen Outlet-Center in Texas. Die Familien der Opfer behaupten, der Attentäter Mauricio Garcia habe sich schwache Sicherheitsmaßnahmen zunutze gemacht. Beweise aus Garcias Social-Media-Accounts deuten darauf hin, dass er das Einkaufszentrum möglicherweise bereits Wochen vor der Tat aufgesucht hatte, um den Anschlag zu planen.
Die Simon Property Group weist jede Haftung von sich und argumentiert, man könne nicht für Garcias Handlungen verantwortlich gemacht werden. Das Unternehmen hat zudem einen Antrag auf Verlegung des Verfahrens in den Collin County gestellt, wo sich die betroffenen Einkaufszentren befinden.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Simon Property Group und Allied Universal mit solchen Klagen konfrontiert sind. Ein weiterer Fall, der sich auf einen Schusswaffenangriff in einem Simon-Einkaufszentrum in Greenwood, Indiana, im Jahr 2022 bezieht, liegt derzeit dem Obersten Gerichtshof von Indiana vor. In der texanischen Klage wird geltend gemacht, dass Betreiber von Einkaufszentren Besucher vor absehbaren Bedrohungen – einschließlich Amokläufen – schützen müssen.
Allied Universal stand bereits früher in der Kritik, weil Mitarbeiter unzureichend geschult worden seien und die öffentliche Sicherheit nicht gewährleistet worden sei.
Der Oberste Gerichtshof von Texas wird am 16. September die Argumentationen anhören. Das Urteil könnte weitreichende Folgen dafür haben, wie Einkaufszentren künftig mit Sicherheitsrisiken umgehen. Unterdessen laufen in anderen Bundesstaaten ähnliche Verfahren gegen dieselben Unternehmen weiter.






