KMT-Chefin Cheng Li-wun bricht zu historischem China-Besuch auf
Die Vorsitzende der Kuomintang (KMT), Cheng Li-wun, wird vom 7. bis 12. April eine Delegation nach Festlandchina führen. Dies ist der erste offizielle Besuch eines amtierenden KMT-Chefs seit 2016 – und der erste seit dem Jahr 2000 überhaupt. Ziel der Reise ist es, die Beziehungen zwischen den beiden Seiten der Taiwanstraße zu stärken und die regionale Friedenssicherung voranzutreiben.
Auf dem Programm stehen Stationen in Jiangsu, Shanghai und Peking. Der Besuch folgt auf ein kürzlich abgehaltenes Forum zwischen Denkfabriken der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und der KMT, bei dem die Zusammenarbeit in den Bereichen Klimawandel, künstliche Intelligenz und andere gemeinsame Herausforderungen thematisiert wurden.
Die Delegation will vor allem Taiwans Industrie schützen und weitere Austauschmöglichkeiten ausloten. Cheng betonte, die Reise entspreche der mehrheitlichen öffentlichen Meinung in Taiwan und ziele darauf ab, Konflikte zu vermeiden.
Gestützt auf den Konsens von 1992 lehnt der Besuch eine "Unabhängigkeit Taiwans" ab und konzentriert sich stattdessen auf Stabilität für künftige Generationen. Cheng hat wiederholt die Bedeutung von Dialog statt Konfrontation hervorgehoben.
Die Reise stellt einen seltenen hochrangigen Austausch zwischen der KMT und den Behörden auf dem Festland dar. Bei Erfolg könnte sie den Weg für eine vertiefte Zusammenarbeit in wirtschaftlichen und technologischen Fragen ebnen. Beobachter werden die Gespräche genau verfolgen, um konkrete Ergebnisse zu bewerten.






