Korruptionsskandal in Wladiwostok: FSB deckt Bestechung und Grundstücksbetrug auf
Mila VoigtKorruptionsskandal in Wladiwostok: FSB deckt Bestechung und Grundstücksbetrug auf
Großer Korruptionsskandal in Wladiwostok aufgedeckt: Bestechung und Grundstücksbetrug
In Wladiwostok hat sich ein schwerwiegender Korruptionsfall entfaltet, nachdem die Behörden ein System aus Bestechung und Grundstücksbetrug aufgedeckt haben. Die vom FSB-Direktorat der Region Primorje geführten Ermittlungen ergaben, dass Beamte der Fernost-Zweigstelle der staatlichen Straßenverkehrsbehörde Rosawtotrans angeblich Schmiergelder annahmen, um gefälschte Transportlizenzen auszustellen. Vier Personen müssen sich nun wegen großangelegten Betrugs und Geldwäsche vor Gericht verantworten.
Im Mittelpunkt des Falls steht ein 54-jähriger Einwohner Wladiwostoks, der für ein Unternehmen arbeitete, das gefährliche Güter transportierte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, über einen Mittelsmann mehr als 800.000 Rubel (rund 8.700 Euro) an Rosawtotrans-Beamte gezahlt zu haben. Die Bestechungsgelder sollten sicherstellen, dass Fahrer Prüfungen für Sonderlizenzen ohne ordnungsgemäße Kontrollen bestanden.
Der Mittelsmann wurde bereits verurteilt. Unterdessen müssen sich der ehemalige Leiter der Fernost-Zweigstelle von Rosawtotrans und drei mutmaßliche Komplizen wegen systematischer Bestechung, Grundstücksbetrugs und Geldwäsche nach Artikel 291, Abschnitt 4(b) des russischen Strafgesetzbuchs vor Gericht verantworten.
Die Ermittler deckten zudem einen separaten Betrugsfall auf, bei dem es um ein 2.400 Quadratmeter großes kommunales Grundstück ging. Den Angaben zufolge gründeten die Angeklagten 2016 die Garagengenossenschaft Swet-1 und erwarben das Land für knapp 650.000 Rubel (etwa 7.000 Euro) – weit unter Marktwert. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Klagen eingereicht, um alle im Zuge des Betrugs erlangten Transportzertifikate für ungültig zu erklären.
Die Strafverfahren gegen die Empfänger der Schmiergelder laufen noch. Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten hohe Strafen nach den russischen Antikorruptionsgesetzen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen des FSB, gegen gefälschte Lizenzen und illegale Grundstücksgeschäfte im Fernen Osten vorzugehen.






