Korruptionsvorwürfe gegen Malaysias Antikorruptionsbehörde erschüttern Börsenunternehmen
Hannah RichterKorruptionsvorwürfe gegen Malaysias Antikorruptionsbehörde erschüttern Börsenunternehmen
Eine Untersuchung von Bloomberg wirft hochrangigen Beamten der malaysischen Antikorruptionsbehörde (MACC) vor, mit Geschäftsleuten zusammengearbeitet zu haben, um börsennotierte Unternehmen zu beeinflussen. In dem Bericht wird auch Tan Sri Azam Baki, der Chef der MACC, im Zusammenhang mit umstrittenen Aktienbeteiligungen genannt. Sowohl Azam als auch die Behörde weisen die Vorwürfe entschieden zurück.
Laut dem Bloomberg-Bericht sollen 12 Unternehmen mit Azams Investitionen in Verbindung stehen. Diese Firmen sind in den Bereichen Immobilien, Bauwesen, Energie und Infrastruktur in Malaysia tätig. Es ist bereits das zweite Mal, dass Azam wegen seiner Aktiengeschäfte in die Kritik gerät.
Die Untersuchung behauptet zudem, dass die Veröffentlichung von Erkenntnissen zu Azams Finanztransaktionen aufgrund politischer Einmischung verzögert wurde. Der Generalsekretär der Regierung wies jedoch Rückfragen zurück, wonach Premierminister Datuk Seri Anwar Ibrahim eine Verschiebung angeordnet habe.
Auf Anfrage zu einer Stellungnahme lehnte Azam es ab, sich zu den Vorwürfen bezüglich seiner Aktienbeteiligungen zu äußern.
Die MACC und Azam betonen weiterhin ihre Unschuld und weisen die Berichtsvorwürfe als haltlos zurück. Sollten sich die Anschuldigungen bestätigen, könnten sie erhebliche Auswirkungen auf die Unternehmensführung und die Antikorruptionsbemühungen in Malaysia haben. Bisher liegen keine weiteren offiziellen Stellungnahmen vor.






