Krim-Werftchef soll Militär mit minderwertigen Reparaturen betrogen haben
Mila VoigtKrim-Werftchef soll Militär mit minderwertigen Reparaturen betrogen haben
Ein hochrangiger Beamter einer wichtigen Werft auf der Krim sieht sich nun mit Betrugsvorwürfen konfrontiert. Der Generaldirektor der Reparaturbasis Fregat in Sewastopol wird beschuldigt, das Verteidigungsministerium um Millionenbeträge betrogen zu haben. Ermittler zufolge verursachte das betrügerische Vorgehen erhebliche Verluste im Staatshaushalt.
Im Mittelpunkt des Falls stehen Verträge zur Wartung und Reparatur von Militärgerät. Den Behörden zufolge genehmigte der Beschuldigte den Einsatz minderwertiger Materialien bei den Arbeiten. Dadurch stiegen die Kosten künstlich an, während gleichzeitig die Qualität der Reparaturen litt.
Der finanzielle Schaden durch den Betrug wird auf 20 Millionen Rubel – umgerechnet etwa 220.000 US-Dollar – beziffert. Die Staatsanwaltschaft hat im Rahmen der laufenden Ermittlungen bereits Vermögenswerte des Verdächtigen beschlagnahmt.
Die Anklage wurde offiziell nach Artikel 159, Abschnitt 4 des russischen Strafgesetzbuchs erhoben. Dieser Paragraf behandelt Betrug in besonders großem Ausmaß, insbesondere wenn staatliche Gelder oder Aufträge betroffen sind.
Die Ermittlungen zur Fregat-Werft dauern an. Bei einer Verurteilung drohen dem Generaldirektor nach russischem Recht schwere Strafen. Der Fall wirft zudem Fragen zur Kontrolle bei Rüstungsaufträgen auf.






