27 April 2026, 04:39

Kuwait verschärft Finanzaufsicht: Versicherungen müssen ab 2026 bargeldlos zahlen

Alte Kuwaiti 5 Rupien-Banknote mit arabischer Schrift auf schwarzem Hintergrund.

Kuwait verschärft Finanzaufsicht: Versicherungen müssen ab 2026 bargeldlos zahlen

Kuwait führt eine neue Regelung ein, um die finanzielle Aufsicht im Versicherungssektor zu verschärfen. Ab April 2026 müssen alle Versicherungszahlungen über Banken oder zugelassene elektronische Systeme abgewickelt werden. Die Maßnahme zielt auf Bargeschäfte ab und soll die Transparenz in der gesamten Branche erhöhen.

Die Vorschrift verpflichtet Versicherungsunternehmen und lizenzierte Anbieter, sämtliche Zahlungen und Einnahmen – darunter Prämien, Schadensersatzleistungen und andere finanzielle Transaktionen – über Bankkanäle abzuwickeln. Ausnahmen gelten lediglich für Einzelpolicen, die an Grenzübergängen ausgestellt werden, wie etwa die obligatorische Kfz-Versicherung.

Die Regelung ist Teil der umfassenden Bemühungen Kuwaits zur Bekämpfung von Finanzkriminalität. Sie baut auf dem Gesetz Nr. 106 aus dem Jahr 2013 auf, das sich auf die Bekämpfung von Geldwäsche und die Finanzierung von Terrorismus konzentriert. Die Behörden erhoffen sich durch die Änderung eine Verringerung der Bargeldnutzung sowie eine Stärkung der Compliance und Rückverfolgbarkeit.

Unternehmen, die gegen die Vorschrift verstoßen, müssen mit Strafen nach Gesetz Nr. 125 von 2019 und den damit verbundenen Regelwerken rechnen. Die neue Bestimmung tritt am 22. April 2026 in Kraft, nachdem sie im Amtsblatt veröffentlicht wurde.

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Die Maßnahme zwingt Versicherungstransaktionen in regulierte Zahlungssysteme und stärkt so die finanzielle Governance, während sie gleichzeitig Schlupflöcher schließt, die illegale Aktivitäten ermöglichen könnten. Die Unternehmen haben nun bis 2026 Zeit, ihre Geschäftsprozesse entsprechend anzupassen.

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