Landkreis ändert Altkleider-Entsorgung wegen Markt-Krise radikal um
Landkreis Schmalkalden-Meiningen ändert Alttextil-Sammlung
Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen stellt die Sammlung von Alttextilien um. Der Schritt erfolgt, nachdem der Gebrauchttextilmarkt in Deutschland und Europa zusammengebrochen ist und flächendeckend Probleme verursacht hat. Die Behörden reduzieren nun die Abgabestellen und setzen auf zentrale, betreute Annahmestellen, um Verunreinigungen zu verringern und die Qualität der Materialien zu verbessern.
Bisher sammelte der Landkreis seit 2013 jährlich rund 300 Tonnen Alttextilien ein. Die Einnahmen aus diesen Sammlungen halfen, die Abfallgebühren stabil zu halten. Doch mit dem Rückgang des Marktes haben die Verantwortlichen begonnen, einige Container in Meiningen, Zella-Mehlis und Teilen der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön abzubauen.
Die neue zentrale Abgabestelle für den Bereich Hohe Rhön befindet sich nun am Recyclinghof Kaltennordheim in der In der Aue 20. Bürger können dort weiterhin tragbare, saubere Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Handtücher sowie andere Textilien wie Decken, Vorhänge und Taschen abgeben. Auch Gürtel, Mützen und Schals werden angenommen.
Abgelehnt werden jedoch stark verschmutzte oder beschädigte Textilien, nasse oder schimmelige Ware, Teppiche und Matratzen. Die Container nehmen auch keinen Hausmüll, Elektronikschrott, Kunststoffe oder Papier an. Die Behörden warnen davor, Tüten oder Abfall neben den Containern zurückzulassen.
Weitere Lösungen für die Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön werden noch geprüft, während der Landkreis das neue System einführt. Ziel der Änderungen ist es, die Sammlungen effizienter zu gestalten und die Materialstandards in einem schwierigen Marktumfeld aufrechtzuerhalten. Mit weniger, aber besser kontrollierten Annahmestellen hofft der Landkreis, Abfall zu reduzieren und den Betrieb reibungslos zu halten. Die Bürger müssen bei der Entsorgung von Alttextilien nun die aktualisierten Richtlinien beachten.






