14 April 2026, 14:08

Landräte radeln gegen Finanznot: "Wir strampeln uns kaputt!"

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, die eine rote Fahne mit der Aufschrift "Lasst die Reichen für die Krise bezahlen" trägt, mit Bäumen, einem Laternenpfahl und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Landräte radeln gegen Finanznot: "Wir strampeln uns kaputt!"

Landräte in Rheinland-Pfalz radeln gegen finanzielle Überlastung

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Landräte und Verwaltungschefs in ganz Rheinland-Pfalz sind auf ihre Fahrräder gestiegen, um gegen die sich verschärfende finanzielle Notlage zu protestieren. Alle 24 Landkreischefs radelten unter dem Motto "Wir strampeln uns kaputt!" durch Mainz und forderten die künftige Landesregierung zum dringenden Handeln auf. Ihre Botschaft war unmissverständlich: Ohne bessere Finanzausstattung drohen drastische Kürzungen bei wichtigen öffentlichen Leistungen.

Der Protest erfolgte vor dem Hintergrund einer sich zuspitzenden Haushaltskrise in den Kommunen. Achim Hallerbach, Landrat eines Kreises, erklärte, dass der Haushalt 2026 nur unter strengen Auflagen – und selbst dann kaum – ausgeglichen werden könne. Die Prognosen für 2027 zeigen ein Millionenloch, verursacht durch steigende Kosten und Pflichtausgaben.

Achim Schwickert, Vorsitzender des Landkreistags Rheinland-Pfalz, unterstrich die Dramatik der Lage. Er forderte umgehende Unterstützung von Mainz und Berlin und warnte, dass die Kreise bald keine andere Wahl hätten, als Leistungen abzubauen. Zu den zentralen Forderungen für die neue Legislaturperiode gehören sichere Finanzierung, bessere Bildungspolitik und ein verbessertes Angebot im lokalen Gesundheitswesen.

Während die Koalitionsverhandlungen laufen, pochen die Landkreise darauf, dass ihre Anliegen gehört werden. Funktionierende Kommunalverwaltungen seien unverzichtbar, um Schulen, Kitas, Gesundheitsversorgung und Infrastruktur aufrechtzuerhalten. Die Zeit, so betonen sie, werde knapp.

Der Radprotest machte die wachsende Belastung der kommunalen Haushalte deutlich. Sollten keine konkreten Lösungen gefunden werden, drohen Einschränkungen bei zentralen Dienstleistungen. Die Verwaltungschefs bestehen darauf: Ohne verlässliche Finanzierung bleibt die Stabilität der öffentlichen Leistungen weiter gefährdet.

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