20 April 2026, 00:11

Landwirt gewinnt jahrelangen Rechtsstreit um mangelhaften Silo vor Bundesgerichtshof

Nahaufnahme einer gebrochenen und verwitterten Straßenoberfläche mit tiefen, breiten Rissen und rauer, unebener Textur.

Landwirt gewinnt jahrelangen Rechtsstreit um mangelhaften Silo vor Bundesgerichtshof

Ein jahrelanger Rechtsstreit um einen mangelhaften Silo ist mit einem vollständigen Schadensersatzsieg für einen Landwirt zu Ende gegangen. Der Fall begann 2010, nachdem ein Bauunternehmen einen befahrbaren Silo errichtet hatte, der kurz darauf Mängel aufwies. Der Landwirt forderte 120.000 Euro für die Reparaturkosten – es folgten mehrere Gerichtsverfahren.

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Der Silo war im September 2010 fertiggestellt worden, doch bereits wenig später zeigten sich Risse und unebene Oberflächen. 2013 leitete der Landwirt ein selbstständiges Beweisverfahren ein, um die Mängel begutachten zu lassen. Zwei Jahre später reichte er eine Klage über 120.000 Euro ein, um die vorläufigen Reparaturkosten zu decken.

Das Landgericht Ansbach entschied zunächst zugunsten des Landwirts und sprach ihm die volle Summe zu. Das Oberlandesgericht Nürnberg reduzierte die Entschädigung später jedoch um ein Drittel. Es argumentierte, der Landwirt müsse einen Teil der Kosten tragen, da der Silo über mehrere Jahre genutzt worden sei.

Der Fall gelangte schließlich vor den Bundesgerichtshof. Dessen endgültiges Urteil besagt, dass das Bauunternehmen die Mängel vollständig beheben muss – unabhängig von der Nutzungsdauer des Silos. Das Gericht bestätigte, dass der Auftraggeber Anspruch auf ein mangelfreies Bauwerk habe, wie ursprünglich zugesichert.

Die Entscheidung bedeutet, dass der Landwirt die vollen 120.000 Euro erhält, die er ursprünglich gefordert hatte. Das Urteil unterstreicht zudem die Verpflichtung von Bauunternehmen, auch nach längerer Nutzung mangelfreie Arbeit zu liefern. Der Fall schafft damit einen Präzedenzfall für ähnliche Streitigkeiten über Bauqualität in Deutschland.

Quelle