11 April 2026, 04:01

Lehrerin soll 16 Jahre lang Gehalt kassiert und als Heilpraktikerin gearbeitet haben

Ein Mann sitzt an einem Schreibtisch mit Büchern und Gegenständen vor einer Gruppe von Kindern, mit Papieren an der Wand dahinter, was darauf hinweist, dass er ein Lehrer ist.

Lehrerin soll 16 Jahre lang Gehalt kassiert und als Heilpraktikerin gearbeitet haben

Eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel in Nordrhein-Westfalen steht unter Strafverfolgung, nachdem sie angeblich über 16 Jahre lang ihr volles Gehalt bezogen haben soll, während sie krankgeschrieben war. Den Behörden zufolge soll sie gefälschte ärztliche Atteste vorgelegt und in dieser Zeit parallel als Heilpraktikerin gearbeitet haben.

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Die Pädagogin war zuletzt 2009 regelmäßig im Schuldienst tätig, bevor sie sich wegen einer angeblichen psychischen Erkrankung krankmeldete. Trotz ihrer langjährigen Abwesenheit wurde vonseiten des Landes niemals eine amtliche ärztliche Untersuchung eingeleitet. Wie berichtet wird, betrieb sie in dieser Zeit eine eigene Praxis für alternative Medizin.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen gewerbsmäßigen Betrugs, wobei der Fokus auf den Jahren 2021 bis 2025 liegt, da frühere Vorwürfe möglicherweise bereits verjährt sind. Erst kürzlich durchsuchten die Ermittler ihre Wohnung in Duisburg und beschlagnahmten Unterlagen sowie digitale Geräte als Beweismaterial. In den Fall verwickelt ist zudem ein Mitarbeiter des Bezirksregierungs Düsseldorf, dem vorgeworfen wird, seine Aufsichtspflichten vernachlässigt zu haben.

Als Reaktion auf den Vorfall hat Nordrhein-Westfalen angekündigt, die Kontrollen bei langfristigen oder wiederholten Krankschreibungen zu verschärfen, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht die Frage, ob die Lehrerin und der Beamte ihre dienstlichen Pflichten verletzt haben, indem sie die jahrelange Abwesenheit ohne ausreichende Überprüfung ermöglichten. Bei einer Verurteilung drohen der Pädagogin Strafen wegen Betrugs, während das Land möglicherweise Jahre an unrechtmäßig gezahlter Besoldung zurückfordern wird. Mit strengeren Kontrollmechanismen soll künftig solchen Missbräuchen vorgebeugt werden.

Quelle