Lehrkräfte in Ann Arbor kämpfen seit 18 Jahren um faire Löhne
Lehrkräfte der Ann Arbor Public Schools (AAPS) fordern nach Jahren ohne angemessene Gehaltserhöhung höhere Löhne. Der Streit hat bereits zu weniger Nachmittagsbetreuung und ausführlichen Schülerbewertungen geführt. Bei einer jüngsten Sitzung des Schulausschusses sprachen sich viele Mitglieder der Gemeinschaft öffentlich für die Pädagogen aus.
Die letzte Inflationsausgleichszahlung für AAPS-Lehrkräfte datiert aus dem Jahr 2006 – damals gab es eine Erhöhung um 2,5 Prozent. Seither blieb es bei diesem Stand. Tamala Bell, Vizepräsidentin der Ann Arbor Education Association, arbeitet seit 23 Jahren im Schulbezirk und erinnert sich an nur eine einzige vorherige Phase ohne gültigen Tarifvertrag.
Die Lehrkräfte werfen dem Schulausschuss vor, sie nun auffordern zu wollen, zuvor vereinbarte Leistungen gegen eine Gehaltserhöhung einzutauschen. Matthew Johnson, selbst Lehrer und ehemaliger AAPS-Schüler, erklärt, dass die niedrigen Gehälter die Personalgewinnung und -bindung erschweren. Einige Pädagogen kündigen sogar mitten im Schuljahr wegen der angebotenen Bezahlung.
Bei der letzten Ausschusssitzung meldeten sich Bürger zu Wort, um die Forderungen der Lehrkräfte zu unterstützen. Der Schulausschuss reagierte jedoch weder mit Entscheidungen noch mit Stellungnahmen zu den vorgebrachten Aussagen. Stattdessen werden beide Seiten am Donnerstag ganztägig mit staatlichen Vermittlern zusammenkommen, um eine Einigung zu erzielen.
Der aktuelle Konflikt führt dazu, dass Lehrkräfte zusätzliche Aufgaben wie Arbeitsgemeinschaften nach Schulschluss oder detaillierte Rückmeldungen zu Schülerarbeiten reduzieren. Eine Lösung könnte nach der Vermittlungsrunde am Donnerstag gefunden werden. Bis dahin belastet der Streit weiterhin den schulischen Alltag.






