27 April 2026, 00:44

Lemaire entschuldigt sich für umstrittene Werbung – China bleibt empört

Gemälde eines Kleides und Zubehör einer Frau aus der Qing-Dynastie mit detaillierten Mustern, leuchtenden Farben und symmetrischer Anordnung, begleitet von Text.

Lemaire entschuldigt sich für umstrittene Werbung – China bleibt empört

Französische Modemarke Lemaire entschuldigt sich nach Empörung in China über umstrittene Werbekampagne

Die französische Modemarke Lemaire hat sich nach einer Werbeaktion entschuldigt, die unter chinesischen Internetnutzern für Empörung sorgte. Im Mittelpunkt der Kontroverse stand ein geflochtenes Leinenobjekt mit dem Namen Tresse, das Kritiker mit historisch belasteten Bildern in Verbindung brachten. Trotz der Stellungnahme des Unternehmens zeigten sich viele in China mit der Erklärung unzufrieden.

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Die Kampagne zeigte Aufnahmen eines zopfähnlichen Accessoires, kombiniert mit einem langen Abendkleid und einer Schere. Einige Nutzer chinesischer Sozialer Medien deuteten die Motive als Anspielung auf schmerzhafte historische Ereignisse, was zu massiver Kritik führte. Internetnutzer warfen der Marke mangelnde Sensibilität vor und kündigten an, ihre Produkte zu boykottieren.

Lemaire veröffentlichte daraufhin eine Erklärung, in der es einräumte, kulturelle Unterschiede bei der kreativen Gestaltung nicht ausreichend berücksichtigt zu haben. Das Unternehmen entschuldigte sich für mögliche Verärgerung und versprach, interne Prozesse zu überprüfen, um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden. Die Entschuldigung konnte die öffentliche Verärgerung jedoch kaum mildern – in Online-Kommentaren wurde weiterhin die Aufrichtigkeit des Labels infrage gestellt.

Die 1991 in Paris gegründete Marke Lemaire ist für ihren minimalistischen Stil bekannt. Seit der Übernahme durch den japanischen Konzern Fast Retailing im Jahr 2018 expandiert das Label in China und hat in den vergangenen Jahren Flagship-Stores in Shanghai und Peking eröffnet.

Der Vorfall unterstreicht die Herausforderungen, vor denen globale Marken stehen, wenn sie in verschiedenen Märkten kulturelle Sensibilitäten berücksichtigen müssen. Lemaires Versprechen, das Bewusstsein für solche Themen zu schärfen, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen seine wachsende Präsenz in China sichern will. Welche langfristigen Auswirkungen der Zwischenfall auf Ruf und Umsatz der Marke haben wird, bleibt abzuwarten.

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