Lichtenbergs östliche Transformation: 2.000 neue Wohnungen und offene Infrastruktur-Fragen
Hannah RichterLichtenbergs östliche Transformation: 2.000 neue Wohnungen und offene Infrastruktur-Fragen
Zwei große Wohnprojekte verändern das östliche Gesicht Lichtenbergs. Im Rahmen der Vorhaben Ferdinands Garten und Weiße Taube entstehen rund 2.000 neue Wohnungen. Lokale Politiker äußern jedoch Bedenken, ob Schulen und Infrastruktur mit dem Bevölkerungswachstum Schritt halten können.
Die Bauarbeiten für Ferdinands Garten begannen 2020 und sollen bis Ende 2023 abgeschlossen sein. Auf dem Gelände an der Landsberger Allee entstehen 378 Mietwohnungen, davon 78 mit Mietpreisbremse. Dieses Projekt ist bereits weit fortgeschritten.
Das zweite Vorhaben, Weiße Taube, ist am südlichen Rand von Alt-Hohenschönhausen geplant. Unterstützt von der niederländischen Van Caem Group, umfasst es etwa 1.600 Wohnungen sowie Gewerbeflächen und einen Kindergarten. Für die Planung zeichnet das Büro Marc Kocher Architekten verantwortlich, während Deluse Architects Teile der Gebäude gestaltet.
Trotz des Wohnungsbooms bleibt unklar, ob die Schulkapazitäten ausreichen. Aktuelle Zahlen, wie viele Schulplätze seit 2016 für die neuen Bewohner geschaffen wurden, liegen nicht vor.
Die beiden Projekte erweitern den Lichtenberger Wohnungsbestand um fast 2.000 Einheiten. Während Ferdinands Garten kurz vor der Fertigstellung steht, befindet sich Weiße Taube noch in der Planung. Nun müssen die Verantwortlichen klären, ob die lokale Infrastruktur den Bedürfnissen der wachsenden Gemeinschaft gerecht wird.






