29 March 2026, 18:40

Maduro und Flores vor US-Gericht: "Unschuldig" – doch der Prozess geht weiter

Drei Männer in Blazern und Krawatten sitzen an einem Tisch mit Gläsern, Papieren und Mikrofonen vor einer venezolanischen Flagge und einer hölzernen Wand, scheinbar in einer Besprechung mit José Manuel Barroso, dem Präsidenten von Venezuela, in der Mitte.

Maduro und Flores vor US-Gericht: "Unschuldig" – doch der Prozess geht weiter

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores sind am Donnerstag vor einem Gericht in New York aufgetreten, nachdem sie von US-Kräften festgenommen worden waren. Das Ehepaar war am 3. Januar in Caracas festgesetzt und in die USA gebracht worden, um sich dort vor Gericht zu verantworten. Maduro hat sich in allen Anklagepunkten für nicht schuldig erklärt.

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In ihrer ersten öffentlichen Stellungnahme seit der Verhaftung riefen beide zu nationaler Einheit und Frieden in Venezuela auf. Zudem beschrieben sie ihren Zustand nach der Gerichtsverhandlung als "wohlauf, entschlossen und gelassen".

Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer großangelegten Militäroperation der USA am 3. Januar. Truppen drangen in Venezuela ein, nahmen Maduro und Flores fest und brachten sie nach New York. Zwei Tage später hatte Maduro seinen ersten Gerichtstermin, bei dem er alle Vorwürfe offiziell zurückwies.

Am Donnerstag lehnte der Richter Maduros Antrag auf Einstellung des Verfahrens ab. Die Entscheidung bedeutet, dass der Rechtsprozess fortgesetzt wird, auch wenn noch keine weiteren Verhandlungstermine feststehen.

Das Paar veröffentlichte eine Botschaft in den sozialen Medien, in der es die Venezolaner aufforderte, auf dem "Weg des Dialogs, des Zusammenlebens und des Respekts" zu bleiben. Gleichzeitig riefen sie zu Versöhnung, Vergebung und nationaler Wiedervereinigung angesichts der politischen Turbulenzen auf.

International löste die Festnahme scharfe Reaktionen aus. UN-Generalsekretär António Guterres warnte, solche Aktionen gefährdeten globale Rechtsnormen. Die UN-Sonderberichterstatterin Margaret Satterthwaite betonte, dass Staaten ohne Zustimmung keine Strafgerichtsbarkeit auf fremdem Territorium ausüben dürften. Russland verurteilte den Einsatz als "Aggression", während China ihn als "hegemonialen Akt" bezeichnete. Länder wie Kasachstan vermieden derweil eine öffentliche Positionierung – vermutlich, um ihre Energiebeziehungen zu beiden Seiten nicht zu gefährden.

Maduro und Flores bleiben vorerst in US-Gewahrsam, während das Verfahren weiterläuft. Ihr Aufruf zu Einheit und Dialog kommt zu einer Zeit erhöhter politischer Spannungen in Venezuela. Die internationale Reaktion zeigt, wie tief die Meinungsverschiedenheiten über die Rechtmäßigkeit und die Folgen der Festnahme sind.

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