Maine: Mills und Platner kämpfen um Frauenstimmen für den Senatssitz
Der Wahlkampf um den Senatssitz in Maine heizt sich auf, da Gouverneurin Janet Mills und Graham Platner um die Gunst der Wählerinnen buhlen. Beide Kandidaten werben gezielt mit maßgeschneiderten Anzeigen und Wahlkampfveranstaltungen um Frauen. Das Ergebnis wird entscheiden, wer im November gegen die republikanische Senatorin Susan Collins antritt.
Mills startete kürzlich einen TV-Spot, in dem sie Platner wegen umstrittenen Online-Posts aus dem Jahr 2013 angreift. Damals hatte er die Schwere sexueller Übergriffe verharmlost. Platner distanzierte sich später von den Äußerungen und verwies auf seine Kämpfe mit einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) nach seinem Militärdienst.
Eine aktuelle Umfrage zeigt Platner mit fast 30 Punkten Vorsprung vor Mills in den demokratischen Vorwahlen. Bei Frauen liegt sein Vorteil bei 18 Punkten. Seine Kampagne hat in diesem Jahr 80 Prozent der Google-Werbeausgaben auf weibliche Wähler ausgerichtet.
Beide Kandidaten setzen auf TV-Spots mit weiblichen Stimmen und veranstalten Events mit Unterstützerinnen. Der demokratische Stratege David Farmer aus Maine betonte, dass der Sieg in den Vorwahlen von starker Unterstützung durch Frauen abhängt – insbesondere von älteren Wählerinnen.
Auch die landesweiten Zwischenwahlen spiegeln eine geschlechtsspezifische Spaltung wider. Umfragen zufolge bewerten 67 Prozent der Frauen ihr Interesse an der Wahl mit 9 oder 10 auf einer Skala bis 10. National gesehen bevorzugen Frauen die Demokraten mit 7 Punkten Vorsprung, während Männer die Republikaner mit 9 Punkten favorisieren.
Der Sieger der demokratischen Vorwahlen wird gegen Senatorin Susan Collins antreten, die 2020 nur knapp die Mehrheit der Wählerinnen für sich gewinnen konnte. Angesichts der hohen Wahlbeteiligung von Frauen könnte deren Stimme den Ausschlag geben. Die gezielte Ansprache von Wählerinnen wird die Kampagnenstrategien bis November prägen.






