Malaysia stoppt ab sofort alle Einfuhren von gefährlichem Elektronikschrott
Hannah RichterMalaysia stoppt ab sofort alle Einfuhren von gefährlichem Elektronikschrott
Malaysia hat ein vollständiges Einfuhrverbot für Elektronikschrott, auch E-Schrott genannt, verhängt. Die neue Regelung trat am 1. April 2026 in Kraft, wie die Regierung offiziell bekannt gab. Die Behörden begründen den Schritt mit dem Schutz der Umwelt und der Verhinderung des Eindringens gefährlicher Materialien in das Land.
Das Verbot wurde durch die Customs (Prohibition on Imports) Order (Änderungsverordnung) (Nr. 3) 2026 formalisiert, die im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Es ist nun im ersten Anhang der Customs (Prohibition on Imports) Order 2023 aufgeführt, wodurch alle Einfuhren von E-Schrott illegal sind.
Die Royal Malaysian Customs Department (JKDM) wird die Durchsetzung des Verbots leiten. Um die Einhaltung zu gewährleisten, arbeitet sie eng mit dem Umweltministerium (Department of Environment, DOE) und der Malaysischen Grenzschutz- und Sicherheitsbehörde (AKPS) zusammen. Als Unterzeichnerstaat des Basler Übereinkommens hat Malaysia das DOE zur Hauptbehörde für die Verwaltung gefährlicher Abfälle im Rahmen der Vereinbarung bestimmt.
Beamte betonten, dass das Verbot Teil umfassender Maßnahmen zur Kontrolle gefährlicher Abfälle und zur Verringerung von Umweltrisiken sei. An den Einreisepunkten werden strenge Kontrollen durchgeführt, um illegale Lieferungen zu verhindern.
Das Verbot unterstreicht Malaysias Engagement für strengere Abfallmanagementrichtlinien. Zoll- und Umweltbehörden werden die Regelung nun durchsetzen und alle Versuche unterbinden, E-Schrott ins Land zu bringen. Verstöße werden nach den bestehenden Einfuhrbestimmungen geahndet.






