Malaysia will mit Technologie und Innovation die Lohnmisere überwinden
Malaysia muss sich von seiner Abhängigkeit vom Handel lösen und hin zu einer technologiegesteuerten Wirtschaft entwickeln, um die anhaltend niedrigen Löhne zu bekämpfen. Der stellvertretende Finanzminister Liew Chin Tong hat einen Mentalitätswandel gefordert und das Land aufgefordert, eigene Innovationen zu entwickeln, statt sich lediglich als Unterstützer ausländischer Großkonzerne zu positionieren. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der der Bundesstaat Johor durch die Sonderwirtschaftszone Johor-Singapur (JS-SEZ) regional an Bedeutung gewinnt.
Liew betonte, dass malaysische Unternehmen zu globalen Akteuren werden müssten, anstatt nur lokale Zulieferer zu bleiben. Er schlug eine gemeinsame Initiative von Landes- und Bundesregierung vor, um einheimische Firmen zu multinationalen Konzernen auszubauen. Dies würde seiner Meinung nach besser bezahlte Arbeitsplätze schaffen und den Brain-Drain in das benachbarte Singapur verringern.
Die JS-SEZ hat Johor zu einem zentralen Wirtschaftsknotenpunkt gemacht, wobei Johor Bahru sich als zweite Wirtschaftshauptstadt Malaysias etabliert. Unter der Führung von Menteri Besar Datuk Onn Hafiz Ghazi hat der Bundesstaat beachtliche Fortschritte erzielt, Investitionen angezogen und große Projekte vorangetrieben. Die Metropolregion Greater Johor Bahru gilt nun als Wachstumsmotor der Zukunft, mit zahlreichen laufenden Initiativen.
Doch der rasche Zuzug singapurischer Unternehmen und ausländischer Direktinvestitionen hat die Lebenshaltungskosten in der Region in die Höhe getrieben. Anwohner klagen über steigende Ausgaben, die das Lohnwachstum übersteigen. Viele Malaysier suchen weiterhin besser bezahlte Jobs jenseits der Grenze – eine Entwicklung, die die lokale Wirtschaft zusätzlich belastet.
Liew unterstrich, dass die Förderung technologischer Innovationen vor Ort diesen Trend umkehren könnte. Durch den Aufbau einer wissensbasierten Wirtschaft könnte Malaysia wettbewerbsfähige Gehälter bieten und qualifizierte Arbeitskräfte im Land halten.
Der Vorstoß für eine technologiegesteuerte Wirtschaft zielt darauf ab, die Lohnstagnation zu überwinden und die Abhängigkeit von ausländischen Arbeitsplätzen zu verringern. Angesichts der wachsenden Bedeutung Johors innerhalb der JS-SEZ könnte der Bundesstaat zum Testfeld für diese Veränderungen werden. Der Erfolg hinge jedoch von abgestimmten Maßnahmen zwischen staatlichen Institutionen und Privatunternehmen ab, um lokale Firmen zu globalen Konkurrenten zu machen.






