Malaysias Bildungsministerin ordnet Prüfung der umstrittenen Moral-Studien-Noten an
Hannah RichterMalaysias Bildungsministerin ordnet Prüfung der umstrittenen Moral-Studien-Noten an
Malaysias Bildungsministerin Fadhlina Sidek hat eine umfassende Überprüfung des Fachs Islamische und Moralische Studien (SPM Moral Studies) angeordnet. Die Entscheidung folgt auf massive Beschwerden von Eltern und Schülern über unerwartet schlechte Noten in der Prüfung. Bedenken hinsichtlich der Fairness und Transparenz der Benotung haben zu Forderungen nach sofortigen Änderungen geführt.
Der Streit entbrannte, als viele leistungsstarke Schüler in Moral Studies überraschend schlechte Ergebnisse erhielten – mit potenziellen Folgen für ihre Chancen auf einen Platz in der Studienvorbereitung (Matrikulation). Kritiker monieren, das Bewertungssystem sei intransparent, da das malaysische Prüfungssyndikat (Malaysian Examinations Syndicate) die Notengrenzen zwar an die Leistungen des jeweiligen Jahrgangs anpasse, diese Anpassungen aber nicht offengelegt werden.
Surain Kanda, Direktor des Sri Murugan Centre (SMC), bezeichnete die Anforderung, für ein A+ mindestens 95 Punkte erreichen zu müssen, als „unverhältnismäßig hoch“. Er schlug vor, das aktuelle Prüfungsformat durch eine Open-Book-Klausur mit „analytischer Bewertung“ zu ersetzen, um die Fairness zu erhöhen. Unterdessen wies Siva Prakash, Vizepräsident der Jugendpartei Muda, auf die mangelnde Transparenz bei der Korrektur der Prüfungsarbeiten hin.
Als Reaktion darauf wies Fadhlina Sidek das Prüfungssyndikat an, die Überprüfung durchzuführen. Surain Kanda forderte die Regierung zudem auf, die Plätze in der Studienvorbereitung für die indischstämmige Gemeinschaft auf 2.500 zu erhöhen – ohne die Quoten anderer Gruppen zu schmälern.
Ziel der Überprüfung ist es, die Bedenken hinsichtlich inkonsistenter Benotung und fehlender Transparenz auszuräumen. Schüler und Eltern warten nun auf mögliche Reformen der Prüfungsstruktur in Moral Studies. Änderungen könnten sich auf die künftige Zugangsberechtigung zu Hochschulprogrammen auswirken.






